© 2017 Alfred Pfister
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Es geht endlich wieder los, nachdem ich ja letzte Woche meine neuen Federn erhalten habe kann ich mir diese nun Heute bei Steulet Mercedes Garage montieren lassen. Da ja auch meine Reifen nicht mehr so toll sind, lasse ich diese auch gleich tauschen. Ich fahre zeitig los, mit einer gebrochenen Feder kann man ja nicht unbedingt Grand-Prix mässig unterwegs sein. Mit fast einer Stunde Verspätung ging es dann endlich los, der Mechaniker rollte in die Werkstatt über die Grube. Der Wagen wurde aufgebockt und die Hinterräder entfernt um Zugang zu den Federn zu erlangen. Eine Schraube am Stossdämpfer entfernen und die ganze Aufhängung kippte nach unten, die Federn sind da nur reingestellt. Er schaute sich erst die nicht gebrochene Seite an, aber da war doch die ganze Innenseite die Wegbegrenzung der Feder war zur Hälfte weggebrochen. So eine Sche…sse. Zum Glück war dieses Teil aber auf der anderen Seite noch in Ordnung, hatte ich doch nur eines von diesen Dingern gekriegt, ein zweites war nicht lieferbar. Doch die nächste Überraschung folgte sogleich, die gebrochene Feder hatte auch die Aufnahme für die Feder beschädigt, und von der hatte ich natürlich keine zweite. Der Mechaniker suchte mit dem Chef des Lagers sich schlau zu machen und tatsächlich verwendet der Mercedes Vito die gleiche Aufnahme, nur eben eine schwächere Feder. Wenn das sofort bestellt würde, sei es am nächsten Morgen da. So weit so gut, sofort bestellen und ich darf wieder einmal mehr hinter einer Mercedes Garage übernachten. Da ich ja vorher auch neue Reifen per Internet bestellt hatte, wurden diese auch gleichzeitig gewechselt, obwohl der Chef meinte, damit hätte ich schon noch ein paar Tausend Km machen können, zeigten diese doch nur an den Flanken eine gewisse Abnutzung. So stehe ich nun also hier in La Chaux-de-Fonds, statt irgendwo in Frankreich und das mit einem leeren Kühlschrank. SP Garage Steulet, N 047°04'57.9". E 006°48'13.4", Km 21, schön, 30°,
Montag 12. Juni 2017 Neuchatel - La Chaux-de-Fonds.
Heute hatte ich relativ früh Tagwacht. Ich war schon kurz nach 5:00 Uhr wach. Also Frühstück machen, nur geht das ohne Brot recht schlecht. Ich wollte ja Gestern direkt nach der Werkstatt zum Einkaufen fahren, wo natürlich auch Brot auf der Liste stand. So gab es eben Kornflakes und ein Frühstücks Ei. Pünktlich um 7:30 war ich vor dem Werkstadt Tor. Die Teile sind angekommen und so steht mein WOMO kurze Zeit später wieder auf der Grube. Dieser Mechaniker erledigt die Arbeit sogar ohne die Räder zu entfernen. Auf der Seite mit der gebrochenen Feder hat er allerdings recht grosse Mühe die neue Auffangschale zu montieren, die gebrochene Feder hat scheinbar die Auffangplattform leicht verbogen. Doch mit dem richtigen Hammer war das schnell erledigt und nach nicht einmal 30 Min war mein WOMO wieder draussen. Der Service- Leiter braucht länger um die Rechnung zu schreiben als es für die Reparatur heute brauchte. Um sFr. 450.00 leichter verliess ich den Ort um nun über die Grenze zum Einkaufen zu fahren. Das erledigte ich in Morteau, noch gleich auftanken und endlich war ich wieder richtig mobil. Die neuen Reifen sind eine gute Sache, sie sind weniger laut und auf anraten des Mechanikers fahre ich mit mehr Luft, um das Profil nicht nur aussen abzunutzen. Quer durch den Jura und schon war ich im ersten Stau. Eine Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung und einer endlosen Rotphase verursachten den Stau. Und ob das nicht genug wäre, ging es trotzdem nicht weiter, ein Bauer mit Heuwagen tuckerte friedlich mit 20 Kmh dahin, und obwohl es jede Menge Möglichkeiten gab mal rauszufahren fuhr er friedlich weiter. Bei der nächsten Baustelle wies ihn dann ein LKW Fahrer zurecht, doch das nützte nichts, unbeirrt zog er seine Bahn wie gehabt, bis er dann endlich auf eine Nebenstrasse abbog. Hier in St. Hippolyte standen schon 3 WOMO's, aber es waren noch 3 frei, zwar nicht für lange, gegen 14:30 war Fullhouse. SP am Doubs: N 047°19‘07.6“  E 006°48‘54.9“, Km 60, schön, 27°
Dienstag, 13. Juni 2017 La Chaux-de-Fonds - Saint Hippolyte
      
Nach dem Frühstück und ein paar Kannen Wasser tanken geht es heute weiter. Erst ein Stück dem Doubs entlang um dann bei Montbelier nach Osten abzuzweigen in Richtung Colmar. Recht viel Verkehr und natürlich auch wieder die obligaten Bauern mit ihren Heuwagen so wie die Baustellen überall. Gegen Mittag komme ich in Fessenheim an. Mein Metzger hat ein Stück von dem 40 Tage gealterten Fleisch, sofort zuschlagen. Für € 30.00 zwei Entrecotes vom Angus-Beef, toll. Auch sonst kaufe ich noch ein paar fehlende Dinge, wie Käse und Joghurt. Gleich um die Ecke beim WOMO-Stop fülle ich noch das Wasser bis zum Rand auf bevor ich in Richtung Rhein abbiege. Direkt nach dem Stauwehr in Breisach fülle ich noch mein Gas auf, so bin ich für alles gerüstet, doch für's Frühstück fehlt doch noch der Leberkäs und die Rügenwalder Streichwurst. Vor dem Laden gibt es einen Verkaufsstand mit Spargeln, die letzten, am Ende dieser Woche ist Schluss, dann müssen die Pflanzen sich erholen und dürfen endlich ans Tageslicht. Bei der Ausfahrt vom Kundenparkplatz dann der grosse Schreck, ein LKW steht direkt in der Kreuzung und es ist sehr eng, ich sehe im Spiegel dass es zu knapp ist, eine Tafel steht vor. Zum Glück ist diese nur provisorisch mit Schlauchbriden befestigt, also mit ein paar mal drauf klopfen und sie dreht sich, gerettet, grosse Erleichterung. Kurze Zeit später bin ich auch schon auf meinem beliebten Platz am alten Rhein. Kein Mensch sonst da, doch das wird sich sicher ändern, Morgen ist ja in Deutschland Feiertag und so werden sie wohl ausschwärmen. Ich bin noch keine ½ Stunde auf dem Platz, da taucht mein Freund Norbert auf. Bei ein, zwei Bierchen gibt es viel zu erzählen. Am Abend koche ich mir die Spargeln, super vor allem wenn man weiss, dass es wohl für eine Weile die letzten sind. SP am Rhein: N 048°09‘5.4“  E 007°35‘50.6“, Km 158, schön 30°
Mittwoch, 14. Juni 2017 Saint Hippolyte - Marckolsheim
      
Nach dem Frühstück bastle ich ein wenig rum, pünktlich um 11:00 holt mich Norbert mit dem PKW ab, wir wollen zusammen im Restaurant Demi Lune in Soudhouse Mittagessen. Es soll da wieder besser sein, der Wirt hat seinen Küchenchef entlassen und kocht jetzt wieder selber. Die Vorspeise mit der Leberpastete war sehr gut, doch bei der Hauptspeise gab es doch einiges zu meckern. Die Bratkartoffeln waren teilweise noch fast roh und die Ente a'lorange hatte wohl doch schon einige Flugstunden zuviel, war also recht zäh. Norbert meinte wir hätten doch wohl besser beim Griechen gegessen. Anschliessend zeigte er mir die Baustelle wo er die letzte Zeit viele Stunden verbrachte. Sie sind dabei ein altes Bauernhaus zu renovieren für seinen Sohn. Im Juli will er einziehen, dafür müssen sie aber wohl noch öfters die Ärmel hochkrempeln, noch kein einziges Zimmer ist auch nur annähernd fertig. Zum Abschluss landeten wir bei ihm Zuhause, ich musste unbedingt seinen Calvados probieren, er hatte von einem Bauern der mit dem Brennen aufhört, die Restbestände aufgekauft. Schmeckt super aber hat wohl ein paar Prozent mehr als üblich. Ich verbringe einen ruhigen Abend am Rhein, sehr spät kommt noch ein Kastenwagen SP am Rhein: N 048°09‘5.4“  E 007°35‘50.6“, schön 30°, Abends und Nachts Gewitter
Donnerstag, 15. Juni 2017 Marckolsheim Ruhetag
    
Ich will doch weiter, packe meine Siebensachen zusammen und fahre los in Richtung Belfort. Da entscheide ich mich über Vesoul an die Saone zu fahren. Das letzte Mal war da vor allem die kleine Bar mitten im Städtchen sehr einladend. Ich stehe ganz alleine auf dem SP, nur ab und zu ertönt Lärm von der Gruppe die auf dem riesigen Platz dahinter Boule spielt. Auch ab und zu kommt ein Auto vorbei mit Leuten die ihre Hunde ausführen. Zur Apero Zeit mache ich mich auf den Weg, auf dem Kanal kommt ein Schiff daher, ein anderes von diesen Mietbooten will gleichzeitig in den Kanal einfahren, jede Menge Action. Ich fotografiere den Fluss aus allen Perspektiven, auch die alte Brücke muss als Motiv herhalten. Dann aber nichts wie in die Bar, doch die Entäuschung ist gross, da wo das letzte mal so viel los war, sitzen zwei Raucher stumm vor ihrem Bier, die nette Barmaid wurde durch einen unfreundliche Glatzkopf ersetzt, sonst ist nichts los. Es bleibt bei dem einen Bier und ich mache mich auf den Rückweg. Vorher aber muss ich doch sehen was da so verführerisch vom Marktplatz her duftet. Die Gerüche kommen von einem fahrbaren Pizzabäcker, der da seinen Holzofen im LKW aufgebaut hat. Mein Abendessen ist schnell beschlossen, eine Pizza mit Meeresfrüchten soll es sein. Auf direktem Weg ins WOMO, Rotwein ins Glas und es kann getafelt werden. Schmeckt ausgezeichnet, sehr dünner Teig und viel Muscheln und Krevetten darauf. Da es hier weder Sat- noch DVB-T Empfang gibt, muss de PC heute für Unterhaltung sorgen, ich habe mir ja aus den verschiedenen Mediatheken Filme und Serien herunter geladen um in den schweren Zeiten was schauen kann. So sehe ich mir einen Beitrag aus der Serie “Verrückt nach Fluss” eine Kreuzfahrt auf der Rhone an. SP beim Boule-Zentrum: N 047°40‘53.2“  E 006°02‘30.0“, Km 200, schön über 30°
Freitag, 16. Juni 2017 Marckolsheim - Pont-sur-Saône
    
Ich nehme es gemütlich heute morgen, nach dem obligaten reichhaltigen Samstags- Frühstück, dem entsorgen der Kassette kann es in Richtung Süden losgehen. Schon nach kurzer Zeit stehe ich im ersten Stau, doch es kommen noch ein paar weitere dazu. Es herrscht überall viel Verkehr, vor allem rund um Besancon herum. Doch ich habe ja Zeit. Unterwegs sehe ich mir in Nods einen vermeintlichen SP an, doch da ist nichts. Ausserhalb Pontarlier findet ein Fest statt, auch da viel Volk. Ich fahre aber weiter, mein Ziel befindet sich ja am Doubs. Da angekommen hole ich im Supermarkt erst mal Wein und für die Abfuhr Förderung Cidre aus der Normandie, mal sehen ob die natürlichen Mittel nicht auch zur Leerung der Gedärme beitragen kann. Kurz darauf ein grosses Hallo, Wohnmobilisten die ich in St. Hippolyte getroffen hatte, sind auch hier gelandet. Später stellt sich ein Franzose dazu, doch er scheint eher unentschlossen, fährt weg und kommt kurze Zeit später wieder, nur um erneut wegzufahren. SP beim ATAC Einkaufszentrum: N 046°42‘49.7“  E 006°11‘44.6“, Km 160, schön 31°
Samstag, 17. Juni 2017 Pont-sur-Saône - Mouthe
Leider geht es schon wieder nach Hause. Ich muss ja meine Gedärme auf Morgen vorbereiten. Ich fahre eine Strecke die ich schon mal gefahren bin, quer durch den Jura ins Tal vom Lac de Joux. Diese Strasse führt an Juraweiden und durch sehr schöne Tannenwälder. Wie erwartet ist kein Mensch am Zoll. Grosse Vorsicht ist bei dieser manchmal doch recht engen Strasse aber geboten, die vielen Motorrad Fahrer sind bei dem schönen Wetter alle unterwegs. Um möglichst schnell voranzutreiben kommen, wird natürlich jede Kurve geschnitten. In Le Pont am Seeende wartet ein besonderer Leckerbissen, gleich zwei alte Dampfrösser stehen vor dem Schuppen, die eine wird gerade angeheizt, der „Grease-Monkey“ ist mit der Ölkanne dabei alle sich bewegenden Teile zu schmieren. Doch ich muss ja weiter. Nach Valorbe sind sie dabei die Autobahn zu sanieren, es heisst Slalom fahren um den Hindernissen auszuweichen. Kurz nach Mittag bin ich dann wieder Zuhause und kann mit dem Umräumen meiner Habseligkeiten und den Einkäufen zu beginnen.
Sonntag, 18. Juni 2017 Mouthe - Neuchâtel