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Auf dem Landweg nach Griechenland vom

27.April – 25. Mai 2012

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Neuchâtel – Simplonpass 27. April 2012 

Heute geht’s endlich wieder los. Nachdem ich meine Rechnungen und endlich auch die Steuererklärung gemacht habe kann ich meine sieben Sachen packen. Beim Auffüllen des Kühlschrankes aber der Grosse Schreck, es blinkt, das bedeutet Ärger. Im inneren herrscht 20° und es stinkt tierisch. Ich muss den ganzen Inhalt des Kühlfaches wegwerfen und erst mal sauber machen. Den Gestank bringe ich auch nach viel spülen nicht weg. Trotzdem wird eingeräumt, ich will ja los. Um 14:00 ist es dann endlich soweit. Auf der Autobahn Richtung Lausanne ist viel Verkehr, sehr viele WOMO's rollen Richtung Süden. Bei der Raststätte in Martigny mache ich Kaffee-Halt, die Pause tut gut. In Brig nochmals Auftanken und einige Dinge fürs Frühstück dann heisst es ran an den Berg. Hier hat es praktisch keinen Verkehr und ich kann die Simplon-Strasse richtig schön durchfahren. Der Föhn rüttelt zwar ganz gehörig am WOMO und es bläst sturmartig, daher auch die Temperatur unten im Tal von 27°. In Bellwald mache ich Rast fürs Abendessen, in meinem bevorzugten Walliser Restaurant schmecken die echten Walliser Käseschnitten einfach traumhaft. Auf der Passhöhe hinter dem Hotel steht schon ein anderes WOMO, also hier schlage auch ich mein Nachtlager neben einer 2 Meter hohen Schnee-Mauer auf. Ich wache ein paar mal auf, in der Nacht, der Sturm tobt trotz dem Schutze des Hotels ganz gewaltig. Stellplatz hinter dem Hotel N 46°40'26.4"  E 6°34'08.6"  gefahrene Km 250

Simplonpass – Triest 28.April 2012

Ich bin früh wach, die LKW hinter mir lassen vor 6:00 Uhr ihre Motoren laufen. Frühstücken und los Richtung Süden. In Simplon-Dorf muss ich noch Geld auftanken, der letzte Bankomat vor der Grenze hilft dabei. Am Zoll kein Stau alles geht glatt und wir sind in Bella Italia. Ich überlege mir noch ob ich wie gewohnt erst bis vor Alesandria Richtung Süden fahren soll und erst dann nach Osten abbiegen, aber dann denke ich am Samstag um die Zeit sollte es eigentlich um Milano herum gehen, doch schon zu spät, am Gotthard melden sie um 7:00 schon 7 Km Stau, das kann ja heiter werden. Tatsächlich vor Milano geht's schon los, Stau überall. Aus meiner Zeit als ich öfter in unserem Büro in Mailand war kenne ich zwar ein paar Schleichwege, aber auch nach der Tangentiale geht alles nur schleppend voran. Als dann auch mein Navi mehrere Staus um Bergamo und Breschia meldet ist alles klar, runter von der Autobahn und über Land fahren. Mein neues Navi kennt sich da gut aus, nach tausenden von Kreiseln und Breschia umfahren kann ich zurück auf die Autobahn. Die Umfahrung von Venezia klappt auch gut, erst 60 Km vor Triest erwischt es mich dann doch, ein Unfall, keine Ausfahrt weit und breit also warten und Geduld üben. Nach 30 Minuten dann die Erlösung, mehrere Autos ineinander verkeilt sieht übel aus, ist aber schon irgendwie vorauszusehen, wie da bei dem dichten Verkehr gefahren wird. In Triest dann das übliche Spiel, wo ist die Ausfahrt zum Hafen ohne nach Slowenien rein zu fahren, für die 20 Km lohnt es sich nicht die Vignette zu kaufen. Mit einem Umweg über das Zollfrei-Lager gelingt mir dann das auch, für solche Tricks ist das Navi doch nicht schlau genug. Kurz vor der Grenze finde ich dann auch den Stellplatz den ich letztes Jahr gesehen hatte. 2 französische WOMO's stehen schon da, ich stell mich dazu an vorderster Front keine 5 Meter vom Meer entfernt. Es kommen noch mehr WOMO's, beim Einnachten ist der Platz fast voll. Stellplatz Triest:  N 45.568447  E 9.999817       gefahrene Km 636
Kaum losgefahren schon kommt die Grenze nach Slowenien, kein Zöllner weit und breit, erst nach 200m Stau an der Tankstelle, die Italiener kommen alle zum Tanken über die Grenze, der Unterschied von über €1.80 zu €1.34 ist natürlich nicht zu verachten. Nun aber aufgepasst, ja immer den gelben Schildern folgen, auch mein Navi will mich partout immer auf die Autobahn zurück schicken. Aber es klappt, auch ich will noch Volltanken vor der Grenze, dann der grosse Stau, 2 Spuren alles voll, dann erst das Schild Zoll in 1 Km. Schritt weise geht’s nur voran, nach über 30 Min. der Slowenische Zoll, Papiere werden kontrolliert, wieso die wissen wollen wer rausfährt, weiss der Teufel, beim Kroatischen Zoll dann nur durch winken, eine verkehrte Welt. Jetzt mal Geld wechseln, aber die Wechselstube ist zu, der Zugang zum Bankomaten will mit meiner Karte die Tür nicht öffnen. Auch in einem Supermarkt (sind alle offen am Sonntag) finde ich nichts passendes, ich wechsle mal €50.00 an der Information natürlich zu einem schlechten Kurs. Ich folge der Küste so gut das geht und bin zur Mittagszeit bei den vielen Tavernen mit ihren Lamm oder Spanferkeln am Spiess. Ich brauche ja einen grossen Parkplatz, das Restaurant das damit dienen kann wird ausgesucht. Das Spanferkel mit Bratkartoffeln und Salat schmeckt ausgezeichnet, die obligaten Zwiebeln und die rote Sauce dazu auch. So gestärkt geht's weiter Richtung Pula. Ich habe mich bei den Koordinaten für den Campingplatz vertan und habe diejenige vom Camping Medulin eingegeben, aber ungeachtet dieser Tatsache schickt mich das Navi mitten in die Stadt. Natürlich ist die vorgeschlagene Route wegen Arbeiten gesperrt und so komme ich in den Genuss das Amphi- Theater von unten und von oben zu sehen. Als ich dann vor der Einfahrt zum Camping stehe, merke ich meinen Fehler und muss also zurück fahren. Beim richtigen angekommen, geht’s zur Insel, über einen kleinen Damm kommt man auf die Insel alles vom Meer umgeben. Die Plätze an der Wasserfront sind schon alle belegt, bis auf den einen ganz am Anfang. Campinplatz Stupice ; N 44°47'47.3" E 13°55'11.9" gefahrene Km 164
Triest - Pula (Premantura) 29.April 2012
Premantura Camping Stupice  30. April 2012 Heute ist Faulenzen angesagt, einmal richtig Sonne tanken. Nach dem Frühstück nehme ich meinen Rucksack und ziehe los ins Dorf. Ich brauche ja dringend einen Bankomaten. Den finde ich dann auch aber man ahnt es schon, "Out of order" ich wechsle also notgedrungen nochmals ein paar € im Touristen Büro. Doch wozu eigentlich? Im einzigen Dorfladen ist zwar ein Grosses Gedränge aber die Auslage wo eigentlich das Fleisch drin sein sollte gibt es ausser einem ausgemergelten Suppenhuhn nichts, automatisch kommen einem die Zeiten der Planwirtschaft wieder in den Sinn. Auch sonst gibt es nicht viel zu sehen, nur das Regal mit den Waschpulvern ist gut gefüllt, aber damit hat man eben nicht gegessen. Beim den Bäckern ( 3 im Dorf) sieht es ähnlich trostlos aus nur Weissbrot gibt es genügend, das ist schon ausgetrocknet bis ich nur im WOMO zurück bin. Gestern war ich ja unterwegs noch in einem Kaufland, da gab es alles im Überfluss, aber nach dem Fiasko mit dem Kühlschrank wollte ich ihn nicht übermässig füllen, das habe ich nun davon. Ich schaue dann auf dem Rückweg noch im Camping-Laden rein, da gibt es wenigstens Cevapcici, also landen diese auf dem Tisch. Dazu finde ich noch gefrorenen Spinat, notfalls gibt es eben Spinat mit Spiegelei. Aussicht von meinem Esstisch aus.
Premantura – Senj  1.Mai 2012 Alles neu macht der Mai, mal sehen! Erst mal Wasser bunkern WC und Schmutzwasser entsorgen, doch ein Italiener steht auf dem Entsorgungsplatz ohne dass man irgendwelche Action sieht. Als ich nach 1/4 Stunde frage ob er da entsorge oder einfach den Platz als Standplatz braucht, guckt er mich nur ganz blöd an, bewegt dann aber doch sein Fahrzeug um 1 Meter, damit ich an die WC Entsorgung rankomme. Als ich alles erledigt habe gibt es immer noch keine Anzeichen, dass er irgendwann mal wegfährt. An der Rezeption dann eine Riesenschlange, nix geht mehr, nach über 45 Minuten rumstehen komme ich endlich zum Schalter und sehe was los ist, der PC oder besser gesagt das Internet stürzt alle paar Minuten ab, und der PC muss wieder neu gebootet werden. So einen Schwachsinn habe ich noch nicht gesehen, in einem Land wo die Infrastruktur der Kommunikation noch in den Kinderschuhen steckt betreiben sie für die Abrechnung ein Web-basiertes Programm, welcher Idiot hat da wohl so was verkaufen können. Nach dem 5. oder 6. Booten dann ein erlösender Seufzer, der Typ hat es geschafft meine Rechnung auszudrucken kurz bevor der nächsten Absturz kam. Ich kann endlich die Fahrt beginnen, und gebe im Navi ein kleines Dorf ganz in der Nähe ein, damit es mich nicht wieder durch die Stadt Pula oder auf die Autobahn schicken will. Über Barban, Labin, Blaskovici geht es in Richtung Opatija. Noch einmal versucht es die Tante mich durch den Tunnel nach Rijeka zu schicken, ich ignoriere sie einfach. Auf einem wunderschönen Parkplatz mit Meerblick mache ich meine Mittagspause, habe aber nur kurz meine Ruhe. Aus dem Nichts taucht eine ältere Österreicherin auf, diese quatscht mir so den Kopf voll mit so wichtigen Dingen wie wer wo wohnt da unten im Dorf vor uns, und was sie treiben, alles Klatsch vom Feinsten. Über 40 Minuten lang höre ich mir das an, dann nehme ich reiss aus und mache mich auf den Weg. Wenig Verkehr in meine Richtung aber der Gegenverkehr ist enorm. Rijeka geht ohne Probleme alles dem Hafen entlang fahre ich auf die Küstenstrasse.  In Kraljevica überlege ich mir noch ob ich auf den Camping da fahren soll, auf diesem Camping habe ich vor vielen Jahren mit meinen Eltern und Geschwistern schon campiert. Aber es ist noch früh am Nachmittag und so fahre ich durch bis Senj, diesen Stellplatz kenne ich ja schon vom letzten Jahr und das Hafenbeitzli ist sehr gemütlich. Der Platz ist ja sehr gut gelegen, die vorderen Reifen sind keine 5 Meter vom Meer entfernt. Stellplatz Dorfeingang: N 44°59'39.4" E 14°53'59.0" Gefahrene Km 178
Senj – Tepici 2. Mai 2012
Heute will ich ins Landesinnere fahren um mir die Seen von Plitvicka anzusehen. Wer hätte das gedacht, es geht richtig bergauf mit Spitzkehren und allem drum und dran. In Otocac erst mal noch tanken und einkaufen bevor es in wenig besiedelte Gebiete geht. Es geht über Weiden wie im Jura und auch Ein Hochmoor gibt es. Die Strasse ist zwar manchmal recht löcherig und es rumpelt manchmal ganz schön. Der höchste Punkt liegt auf über 900m. Den Schildern folgend finde ich einen grossen Parkplatz, auch für Busse und Wohnmobile. Die Touristen sind überall, hauptsächlich natürlich aus dem asiatischen Raum schon von weitem erkennbar am Tourleader mit der Flagge oder Schirm voraus, gefolgt von hunderten von Schäfchen hinterher. Das Eintritts-Ticket ist dann zum "Schnäppchen-Preis" von 110 Kn schnell organisiert, wenn man bedenkt, dass für das Parkieren nochmals 70 Kn fällig sind, denkt man automatisch an unser Jungfrau-Joch. Ich habe am Vortag nicht mal soviel für den Stellplatz bezahlt wie heute für die paar Stunden, um 20:00 ist nämlich Feierabend und man muss raus. Der zweite Ärger kommt auch gleich, die Tour die ich machen wollte fällt aus, das erfährt man allerdings erst wenn man vor Ort ankommt, dabei habe ich am Schalter gesagt welche Tour ich machen wollte, die Antwort kam es ist für alle Touren der gleiche Preis. So fahre ich dann mit dem Ausflugsboot erst ein Stück um dann mit einem zweiten dem See entlang zu fahren. Alles sehr schön und eindrücklich mit dem Wasser das überall runter stürzt. Dabei kommt mir immer der Spruch eines Schulkameraden aus Toronto in den Sinn, als wir an den Niagarafällen waren "Ist ja alles sehr schön aber das Wasser kann ja auch nur runterfallen". Vom Landungspunkt geht dann die Fusswanderung los, entlang der Seebecken von Wasserfall zu Wasserfall. Der Weg besteht teilweise aus Holzbolen und klammert sich manchmal richtig an den ausgehauenen Fels. Nach etwa 1 1/2 Stunden kommt man an einen Rastplatz wo man mit dem Touri-Zug (alter Unimog mit Wagen) zurück zum Eingang gefahren wird. Zurück im WOMO komme ich gerade rechtzeitig bevor der Himmel sich entleert, ein heftiges Gewitter mit Blitz, Donner und sogar Hagel streicht über uns hinweg. Ich lass das über mich ergehen, mein "Hörnli und Ghackets" schmeckt wunderbar, ist es doch schon 15:00 Uhr. Da ich ja hier nicht übernachten kann fahre ich eben weiter, erst der Bosnischen Grenze entlang (ca. 15 Km entfernt) erst auf Nebenstrassen ohne Verkehr dann auf der Hauptachse mit viel LKW Verkehr. Diese fahren was das Zeugs hält, ich war hinter einem her, der fuhr gerade aus locker seine 100 Km/h obwohl ich 3 Radar-Kontrollen mit ihren Laser-Kanonen sah. In meinem Navi hatte ich Knin als Ziel eingegeben, dabei hätte ich vorher abbiegen sollen, ich wollte ja an die Krka-Fälle, da ich aber an etlichen Baustellen mit Lichtsignalen und Umleitungen vorbei kam wollte ich auch nicht umkehren, also weiter bis Drnis, von hier dann Richtung Krka. Die Strasse wird immer schlechter aber der Wegweiser zeigt mir, dass ich schon richtig bin. Als ich nach einer Strassenbiegung dann die Riesigen Felsgebirge und den See sah war ich begeistert. Ich stellte also mein WOMO ab und machte mich auf den Weg. Die Ausflugsboot waren alle da aber es fuhr nichts mehr. Über eine Fussgänger Brücke die verschiedene Flussarme überquerte kam ich zum Ausgangspunkt zurück. Hier gab es auch die einzige Autobrücke weit und breit, die Tafel Maximal-Breite 2.20m verhiess nicht's gutes. Wie aus dem nichts tauchte ein Parkwächter auf der mir sagte ich müsse unbedingt die Mühle und die andern Fälle noch ansehen. Als ich ihn wegen der Brücke fragte und ihm sagte ich hätte fast 2.30m meinte er kein Problem, passt schon. Ich sah mir erst die Mühle und die Fälle an und ging erst die ganze Brücke zu Fuss ab. Es war keine gerade Brücke wie gewohnt sondern bestand aus mehreren Teilen mit Kurven. Wie er sagte, sollte gehen vor allem weil nur 5 Km auf der andern Seite ein Campingplatz wartete macht ich den Versuch, im ersten Gang Blick auf die Rückspiegel fuhr ich im Schritt Tempo los. Gerne hätte ich das ganze auf Film dokumentiert, aber ich konnte nicht mal die Türen öffnen, so eng war das. Es hat auf alle Fälle geklappt, möglicherweise war die Leitplanke durch etliche vor mir schon so verbogen, dass es über 2.20m Abstand war. Berg rauf und da war auch schon das Schild Camping Europa, ein Bauernhof mit ein paar Plätzen hinter dem Haus, ruhig bis auf ein paar Schafe die blökten und der Kuckuck der keine Ruhe geben wollte.            Camping Platz Europa: N 43°54' 48.6" E 15°56'46.0" Gefahrene Km 268
Tepici – Stanici 3.Mai 2012
Heute wollte ich ja nochmals einen Teil der Krka-Fälle besichtigen, ich fuhr also erst mal der Krka entlang. Bei einem Wegweiser nach Visvac bog ich ab, hier soll es ein Kloster auf einer kleinen Insel in einem der vielen Seen der Krka zu sehen geben. Also hin, die Strasse war recht gut bis auf das letzte Stück, nur noch Natur-Strasse, aber das schlimmste war, am Ende gab es keine Wende Möglichkeit, nun alles zurück im Retourgang nicht so lustig. Da es auch sonst keine Parkmöglichkeit gab für meine Grösse, musste ich die Insel vom Ufer aus fotografieren und die Leute beneiden die auf das Boot zur Insel konnten, weil sie mit dem Fahrrad da waren. Weiter der Krka entlang bis Skradin, da gab es dann den schon berüchtigten Touri Rummel mit Bussen und Ausflugsbooten, nichts für mich. Sibenik lag ja nur um die Ecke. Der Küste entlang tuckern bis Primosten, diese Stadt ist auf einer Halbinsel gebaut, schnell fand ich einen Aussichtspunkt, von dem aus ich die Segelregatta vor der Stadt bei meinem Mittagessen geniessen konnte. Bei Suppe und Kranskie Würstchen (diese haben früher besser geschmeckt oder ist das nur Einbildung) also Action pur. Auf das Mittags-Schläfchen habe ich dann doch verzichtet, der Platz war direkt an der Strasse und von daher einfach zu laut. Trogir und Split habe ich umfahren, da bin ich ja das letzte mal durch die Stadt gefahren was ich nicht nochmal haben musste. Nach Omis habe ich dann angefangen nach einem Campingplatz Ausschau zu halten, die kleineren waren noch zu und die grösseren nicht besonders schön gelegen, bis ich dann diesen in Stanici fand, Terassenförmig angelegt und wenig Besucher. Ich bin auf der letzten Terasse gelandet, direkt über dem Strand sehr schön.      Campingplatz Sirena: N 43°24'20 .1" E 16°46'41.5" Gefahrene Km 150
Omis – Dubrovnik 4.Mai 2012 Nach einem ausgiebigen Frühstück geht's wieder auf die Küstenstrasse. Dieser Abschnitt ist sehr schön und abwechslungsreich, manchmal ist man direkt am Wasser, dann wieder in den Hügeln aber fast immer mit Sicht aufs Meer. Makarska und Ploce wird umfahren, dann geht's nochmal richtig in die Berge, danach folgt die Strasse dem Nereteva Fluss. Links und rechts der Strasse hat es Verkaufsstände die Orangen verkaufen, es hört nicht mehr auf. Doch dann folgt die grosse Überraschung Mitten im Nichts Stau nichts geht mehr, nach einer gefühlten Unendlichkeit ein Schild Zoll in 500m was soll denn das? Ich habe wohl die Karte nicht gut genug studiert, die Strasse nach Dubrovnik führt doch tatsächlich für etwa 20 Km über das Gebiet von Bosnien-Herzegowina, also wieder mal Geduld üben. Meine ID wird fotokopiert und weiter geht's. Bei der Wiedereinreise nach Kroatien das selbe Spiel, erst Stau, dann Passkontrolle dann noch mehr Stau. Sie sind die Strasse am bauen, aber das Lichtsignal ist defekt, daher fahren die Autos und LKW's aufeinander los wo es nur einspurig ist, das totale Chaos. Bis dann einer die zündende Idee hat, die Gegenseite in eine Tankstellen-Einfahrt umzuleiten, damit wenigstens ein Teil frei wird. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei und es geht weiter. Das letzte Stück vor Dubrovnik ist dann wieder sehr schön, überall vorgelagerte Inseln oder Inselchen. Schon bald blitzt die Chromstahl-Brücke von Dubrovnik im Sonnenlicht, nun aber schnell dem Navi die Campingplatz Adresse eingeben, dieser ist sogar in den Original-POI's vom Garmin enthalten, was will man mehr, sicher geleitet mich das Ding an den richtigen Ort, zum Glück, wie ich nachher sehe sind die Koordinaten auf dem Prospekt nicht korrekt. Ich checke ein und suche mir einen Platz, dabei kommt jemand auf mich zu und hilft mir beim rangieren, ein Herr aus Auvernier wie sich herausstellt, ich kenne ihn als Dorfpolizisten vom Hafen in Auvernier. Nun erst mal was essen, dann Stadt besichtigen. Mit dem Bus fahre ich in die Altstadt, aber oh Schreck, man kommt kaum vom Fleck, wie die Ameisen, wieder überall die Asiaten, aber auch sonst grosse Gruppen von Touristen, die zum grössten Teil vom Kreuzfahrer Schiff MSC stammen. Am späten Nachmittag wird es dann ruhiger, als ich mit dem Bus zurück fahre sehe ich auch warum, das Kreuzfahrer-Schiff ist weg. Für heute habe ich genug gesehen, noch ein kleines Bierchen in einer Strassen-Kneipe und ich zwänge mich mit letzter Kraft in den überfüllten Bus. So viele schreiende Kinder auf einem Haufen ist sicher selten aber die 20 Minuten Busfahrt waren eine wahre Geduldsprobe. Campingplatz Solitudo : N 42°39'39.9" E 18°04'18.8" Gefahrene Km 182
Dubrovnik – Buljarica 5.Mai 2012 Heute Morgen wurde ich durch Schiffs-Hörner geweckt, kurz nach 06:00 ging's los, erst einer dann auch ein zweiter, es wollte nicht mehr aufhören. Hilfe die Kreuzfahrer kommen. Schlussendlich waren es 4 im Hafen, einer auf Rede und ein weiterer im Anmarsch. Die Altstadt war ja gestern schon völlig überfüllt mit nur einem Schiff, aber so mit all dem Volk, also bedeutete das für mich nur noch weg, weiter Richtung Süden. Im Hinterkopf schwirrte ja schon seit einiger Zeit die Idee von wegen auf dem Landweg nach Griechenland, nun ist dafür die beste Gelegenheit. Erst Wasser auffüllen, Brauchwasser und WC entsorgen, voll tanken und Kühlschrank füllen es geht in Richtung Montenegro. An der Grenze das übliche, erst Stau dann Papiere prüfen, nur diesmal wollen sie den Pass zum stempeln und die Fahrzeug-Papiere. Auch die Fragen über mitgeführten Waren sind ja ganz neu. Ich will noch ein wenig Geld wechseln, die nächste Überraschung in Montenegro wird mit Euro bezahlt. Bei der ersten Tankstelle sehe ich eine Anzeige für GPL somit kann ich auch mein Gas auffüllen, in Albanien und Griechenland wird das nicht so einfach sein. Was einem gleich auffällt, überall liegt Müll herum, die Strassen werden schlechter und in den Städtchen ist alles völlig überbaut. Wohnungsbau soweit man sehen kann, auch jede Menge Bauruinen. Vor Trogir fahre ich auf die Fähre um nicht die ganze Bucht zu umrunden. Die Inselsiedlung Sveti Stefan liegt sehr schön gelegen, aber ich komme mit meinen 2.30 nicht einmal auf den Parkplatz, ich muss umdrehen. Als ich dann nach langer Zeit endlich ein Schild für einem Campingplatz sehe, fahre ich rein, das war der erste seit der Grenze. Dieser recht kleine Platz ist zwar nicht direkt am Meer aber recht schön angelegt zwischen über 300 jährigen Olivenbäumen. Sie sind zwar noch am verbessern, so sind schon mal die Stützpunkte für die Stromversorgung da, Kabel eingezogen aber noch nicht betriebsbereit. Meine 50 Meter Kabelrolle kommt da sehr gelegen, bis auf zwei Wicklungen ist alles abgerollt und liegt nun quer über die Strasse. Wir sind nur 3 Fahrzeuge und so ist alles überschaubar. Ich setze meine Grill in Betrieb um die heute gekauften Chicken-Wings zu grillen, sie schmecken ausgezeichnet, nur der lokale Wein kratzt ein wenig im Hals, wenn schon Cabernet Sauvignion draufsteht, will das eben noch nicht viel heissen.
Buljarica (Montenegro) - Saranda (Albanien) 6.Mai 2012
Montenegro hat sehr schöne Ecken, aber die Überbauungen sind oft grauenhaft und es wird weiter gebaut, ebenfalls ein Graus sind die Müllberge in freier Natur einfach da wo es eine Halde hat wird Müll deponiert. Die Strassen sind teilweise schlecht aber das schlimmste Stück sind die letzten 15 Km vor der albanischen Grenze. Eine riesige Baustelle nur grober Schotter und voller Schlaglöcher. Der Grenzübertritt dauert etwa 1 Stunde, vor mir ein Zürcher Albanischer Abstammung, den wollten sie irgendwie nicht reinlassen, haben ihm auch den Kofferraum gefilzt. Als ich dann endlich an der Reihe war, hat sich ein Busfahrer mit einem ganzen Arm voll Pässen an den Schalter gedrängt, obwohl die ihren eigenen Schalter haben. Bis nun der Beamte diesen ganzen Stapel verarbeitet hatte, mit Namen eintippen im 1 Finger Blindsystem und jeden Pass einscannen das braucht eben Zeit. Als ich dann endlich entlassen wurde, bin ich dann doch ungläubig zur Seite gefahren und habe mich erkundigt wo ich denn die in Reiseberichten erwähnten Wagenpapiere herbekomme, sagte mir der offizielle das war's schon und gute Reise, mal sehen ob die auf der anderen Seite auch so denken. Landschaftlich ist auch hier alles sehr schön und wild. Die Strassen sind schlimmer als ihr Ruf. Es gibt zwar schöne Autobahn-ähnliche Abschnitte, zwar mit Fussgängern, Eselkarren, Leuten mit Schubkarren. Doch auf diesen Strecken dann plötzlich ein 3 - 5m breites Stück Schotter mit einem Absatz von 10 - 20cm. Die berüchtigten offenen Dohlen-Deckel habe ich auch in den Städten angetroffen. Auf der Strasse sieht man hie und da Schildkröten, die armen Viecher haben es nicht leicht auf die andere Strassenseite zu kommen. Absolut sehenswert sind die Fleisch-Verkäufer entlang der Strasse, meist sind es nur zusammengezimmerte Hütten oder Blechverschläge da hängt dann das Fleisch der Schweine, Schafe oder Kühen an Querbalken, oft in der Sonne aber immer von Fliegen umschwärmt. Scheinbar läuft das Geschäft aber gut, jedes mal wenn ich ranfahren wollte um zu fotografieren war kein Platz zum parkieren. Das Ganze hat mich sehr an Sri Lanka erinnert, da waren seinerzeit die selben Zustände. Heute ist Sonntag und überall ist viel Verkehr, auch an jeder Ecke steht "Dein Freund und Helfer" mit einer Laserpistole bewaffnet. Manchmal kann man auch die Schadenfreude nicht unterdrücken, die Burschen die einem vorher in halsbrecherischer und lebensgefährlicher Art überholt haben, stehen am Strassenrand mit dem Geldbeutel in der Hand um ihren Obolus zu errichten, es gibt doch noch so was wie ausgleichende Gerechtigkeit. In den Städtchen gibt es Umleitungen über enge völlig kaputte Strassen mit Quer und Längsrinnen von einer Tiefe die einem die Haare aufstellen. An so einer engen Stelle mit Längsrinne bin ich reingefallen und da es schon sehr eng war habe ich hinten einen Felsbrocken berührt, was der Plastik-Stossstange des Adria’s nicht gefallen hat. Die Strassenkarte die ich extra gekauft habe ist voller Fehler und weil auch das Navi Albanien nicht richtig gut kennt, ist die Navigation eine echte Herausforderung, weil auch die Wegweiser Mangelware sind, in den Städten muss man einfach dem allgemeinen Verkehr folgen, irgendwie kommt man dann schon wieder raus. Camping oder Stellplätze sind absolute Mangelware es gibt nur 4 oder 5 im ganzen Land und man muss sie gut suchen, diesen hier in Saranda habe ich nur nach mehrmaligen fragen gefunden, die Strasse dahin ein Graus, aber es fing an Dunkel zu werden und dann sollte man eigentlich nicht mehr fahren, wegen der besagten fehlenden Dohlen-Deckel oder den Schlaglöchern. Heute geht’s weiter nach Griechenland, ich hoffe der Grenzübertritt geht einigermassen über die Bühne. Fahrstrecke: Grenze Sukobin - Shkoder (Neue Brücke) - beim Flughafen Tirana abgebogen nach Durres - Kavaje - Lushnje - Fier (offene Dohlendeckel) - Vlore - Orkum (hier gibt es einen schönen Campingplatz direkt am Meer) - ins Gebirge bis über 1000m mit sehr kurvenreicher aber guter Strasse - Himare - Sarande. Fazit: überall wird an den Strassen gebaut, vielleicht kann dieser Trip in 2 - 3 Jahren recht gut gemacht werden, aber zur Zeit ist die Sache noch nicht empfehlenswert ausser man macht diesen mit einem alten VW Bus oder ähnlichem. Ich habe auch gestern den ganzen Tag nur 2 WOMO's auf der Strasse und nun 1 am Camping-Platz gesehen. Die Leute die ich getroffen habe, waren sehr hilfsbereit und freundlich, die Sprachschwierigkeiten sind natürlich gross, weder Englisch noch Deutsch ist verbreitet. Trotzdem als ich am Campingplatz ankam, fragte mich der Platzwart als erstes was er mir anbieten könne, Kaffee, Bier oder Wein, so was habe ich sonst noch nirgends auf einem Campingplatz erlebt. Campingplatz Sarande Ksamil N 39°46'41.7 E 20°00'21.2" Gefahrene Km 445
Sarande – Preveza 7.Mai 2012 Nach dem Frühstück ging's Schlag auf Schlag, der Platzwart wollte scheinbar arbeiten gehen, also wollte er mich vorher aus dem extrem engen Platz rauslotsen. Nach mehreren Versuchen musste ich erst drehen und dann von neuem versuchen, auch das war nicht so einfach, 20cm vorwärts und wieder einschlagen und 20cm zurück. Unten waren die Blumenbeete um die Oliven Bäume und oben der Sonnenschirm und die Äste, schlussendlich der grosse Erfolg und ich war frei. Das deutsche Ehepaar und der Platzwart versicherten mir dass die Zugseilfähre OK seien und dass der Grenzposten bei Konispol für den Transitverkehr offen seien und dass die Strasse nur etwa 500m Schotter sei, der Rest sei asphaltiert, ich fragte auch ob der Weg von Sarande aus beschildert sei, was verneint wurde. Da mein Navi immer noch nicht wollte, fuhr ich also Richtung Sarande um dann bei der ersten Gelegenheit nach rechts abzubiegen. Wie üblich stimmten die Orte am Wegesrand nicht mit meiner Karte überein, was mir auch heute morgen mein deutscher bestätigt hatte, meine Karte sei voller Fehler. Ich fuhr also weiter bis ein grosser See auftauchte, nur laut Karte sollte der links von mir sein und nicht rechts, aber auf der Seite gibt’s auf meiner Karte gar keine Strasse. Die Gegend ist sehr schön also weiter fahren. Als ich dann aber um mehrere Kurven an einer Burgruine vorbei komme und einen Wegweiser für römische Ausgrabungen sehe taucht auch schon die mir von Bildern bekannte "Fähre" auf, nur eben, die Ausgrabungen sind am anderen Ufer. Ich habe also ungewollt einen Weg gefunden ohne auf die steinzeitliche "Fähre" zu fahren. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich fahre ein paar Km zurück bis zu einer Kreuzung und frage da nochmal nach Konispol ein Nicken reicht mir also in die Richtung. Bald taucht auch das besagte Strassen Stück auf, es ist viel länger als 500m und schlimmer als alles vorher, obwohl ich nur von Schlagloch zu Schlagloch schleiche höre ich jede Tasse und jeden Teller im Schrank wie er die tollsten Luftsprünge vollführt. Aber auch das geht vorbei, ein Stopp-Schild, und man ist wieder auf einer wunderbaren Strasse die nach 5Km zur Grenze führt. Nun bin ich mal gespannt, kein anderes Fahrzeug weit und breit. Beim aushändigen der Papiere fragt mich der Beamte, wie hat Ihnen Albanien gefallen? und das war’s dann. Kein Stempel und nichts. Die Griechen dann auf der anderen Seite sind sogar zu faul um aus ihren Häuschen zu kommen, man muss denen die Papiere bringen doch auch da keine Probleme. Hurra nun hat sich sogar mein Navi wieder an seinen Job erinnert und sagt mir es seien noch 25Km bis Igoumenitsa. Ich hoffte doch da endlich eine vernünftige Strassen Karte zu finden und ein paar Einkäufe zu machen, immerhin ist das ja ein wichtiger Fährhafen, aber nichts. Am alten Hafen mache ich Rast und koche mir erst mal mein Süppchen. Nun fahre ich der Küste nach weiter um dann nach einem Übernachtungsplatz zu suchen. Den ersten Campingplatz den ich anfahre, er sollte eigentlich laut Führer seit dem 1.5. offen sein, doch er wird erst in einer Woche aufmachen, also weiter. In Preveza werde ich fündig zwar bin ich der einzige Gast und die Taberna die ich eigentlich besuchen wollte ist noch bis im Juni geschlossen. Ich muss wohl wieder selber für das leibliche Wohl der Crew sorgen. Risotto hatte ich schon lange nicht mehr also so sei's Risotto ai funghi steht auf dem Tisch und schmeckt herrlich. Campingplatz Preveza
Preveza – Vassiliki 8.Mai 2012
Erst wollte ich mich heute Morgen übers Internet schlau machen wegen der Fähre, aber die Verbindung war so schlecht, dass nach jeder aufgerufenen Seite neu gestartet werden musste. Also nichts Neues und weiterfahren. Die Insel Lefkada will ich besuchen. Da die Brücke scheinbar defekt ist haben sich die Griechen was ganz besonderes einfallen lassen, sie haben einfach eine Fähre quer über die Meerenge gestellt, so fährt man auf der einen Seite auf die Fähre und auf der anderen Seite wieder runter, genial. Im Städtchen Lefkada ist viel los, kein Parkplatz weit und breit. Ich fahre weiter der Küste entlang, bald geht’s richtig bergauf mit einem herrlichen Ausblick auf den langen Sandstrand. Bei Kalamitis wird die Strasse plötzlich sehr eng aber da absolut kein Verehr herrscht kein Problem, kreuzen wäre da nicht drin. Wieder geht es steil bergauf ein enges kurvenreiches Strässchen. Ich denke noch wenn das bis zum Ende der Insel so weiter geht dann prost. Doch ganz unverhofft eine Kreuzung und wieder eine ganz normale Strasse. Von oben kann ich schon den langen Strand von Vasiliki sehen da soll ja mein Campingplatz liegen, also nichts wie hin. Am Dorf-Ende beim Hafen stehen ein paar Engländer mit ihren WOMO's ohne Schatten, heute nichts für mich, ich fahre in den Campingplatz. Beim einchecken das übliche Mick-Mack, obwohl sogar 2 ACSI Kleber an der Scheibe kleben, will die gute Frau bei einem Holländer vor mir eincheckt nichts wissen von Ermässigung, sie geben ihm das Handy er soll mit dem Chef sprechen, was dann nach längerem hin und her auch klappt. Also auch für mich €16.00 die Nacht. Im gut bestückten Supermarkt nebenan kann ich auch meine Vorräte auffüllen und endlich eine Flasche Ouzo erstehen, na dann prost, mit den Oliven aus Kalamatta schmeckt das wie im Urlaub. Heute Abend bleibt die Küche kalt, ich frage an der Rezeption wo man vernünftig essen könne und gleichzeitig kommt die Antwort aller drei Frauen die da rumhängen; bei Albi auf der anderen Seite des Dorfes sei es sehr gut. Ich habe da bei der Einfahrt ins Dorf etliche Bistros gesehen und mache mich auf den Weg, kaum 100m bin ich gekommen, da hält ein Wagen neben mir, ich soll einsteigen meinen die drei von der Rezeption, ich werde also dahin chauffiert, toller Service, ich weiss nicht ob es einfach der Verwandtschaft zuliebe war oder ob da eventuell Provisionen fällig sind. Egal es hat gut geschmeckt, leider hatte ich keine Lupe dabei um die Dorade auf dem Teller zu finden, ich wusste gar nicht, dass so kleine Fische schon auf dem Teller landen durften. Ich hatte trotzdem genug, mit all dem Tzaziki, Oliven, Kroketten, Pommes und Salat gefolgt von dem obligaten Jogurth y meli. Es wurde schlussendlich sogar ein Metaxa nötig um das ganze richtig zu verteilen. Auf dem Heimweg über den Strand wehte ein sehr kräftiger Wind, der die tropischen Temperaturen schnell  änderte. Camping Vassiliki Beach N 38°39'52.1" E 20°36'22.5" Gefahrene Km 72
Vassiliki – Kekropia 9.Mai 2012 Nach dem Frühstück kaufe ich nochmal von dem ausgezeichneten griechischen Jogurt in den 1 Kg Bechern, mit Honig kann man nicht genug kriegen von dem Zeug. Dann aber los, die Insel muss ja noch auf der östlichen Seite umrundet werden. Also Richtung Nidri, mein Navi findet kein Nidri wie auf der Karte, aber ein Nidry gibt’s, das wird es wohl sein, ich fluche wiedermal über die idiotischen Karten, aber da ich ja eigentlich gar nicht vorhatte bis nach Griechenland zu fahren, ist auch diese Karte nicht mit an Bord. Ich finde es natürlich auch und sogar einen Bankomaten der funktioniert. Beim letzten stand da was auf griechisch und als ich drinnen nachfragte, sagte man mir der sei neu und werde übermorgen in Betrieb genommen, na also. Die Strecke geht nach Lefkada zurück und ich kann noch einmal die geniale Fähr-Brücke passieren. Ich fahre weiter der Küste entlang obwohl die Tante vom Navi reklamiert, aber ich habe da meine eigene Meinung wo ich durch will. Bei einem Wegweiser nach einer Ausgrabung und Kloster zweige ich ab, aber das ganze war es nicht wert, zwar ein wunder schöner Friedhof mit Aussicht aber sonst eigentlich nichts spezielles. Also weiter an die Küste. Ich beobachte eine Segelregatta von der Strasse aus, mal in den Hafen runter fahren und das aus der Nähe ansehen. Ein schöner kleiner Hafen mit einem grossen Vorplatz dienen mir erst mal als Mittagsrast. Nach dem Mittagsschläfchen frage ich die paar Leute die da an ihren Schiffen arbeiten ob man hier auch übernachten dürfe, die Antwort war ja da würden schon manchmal WOMO's parken, aber auf der gegen über liegenden Seite der Bucht gäbe es einen grossen Strand und da seien immer WOMO's zu sehen. Ich fahre über eine Schotterstrasse dahin und bin da ganz alleine mit einem langen Strand. Die Gegend liegt sehr schön und nachdem ich erst mal den gröbsten Müll um den Stellplatz herum aufgeräumt habe ist es sogar recht angenehm. Zwar ziehen nun dunkle Wolken auf am Gebirge hinter mir und der Wind frischt merklich auf mal sehen was da kommt, der Wetterbericht sprach ja nur von einem Hoch über ganz Griechenland, wo kommen also die Wolken her? Stellplatz Strand bei Kekropia N 38°47'49" E 20°51'42.7" Gefahrene Km 91
Kekropia - Glifia/Ilias 10.Mai 2012 Heute Morgen herrschte absolute Stille an meinem Stellplatz, der Wind war ganz eingeschlafen, keine Fischer weit und breit und die schwarzen Wolken von gestern sind auch alle verflogen. Nach dem Frühstück lege ich gleich los, ich wollte mich noch bei den Jachtleuten von gestern bedanken aber die waren auch weg. Ich folge also wieder stur der Küste trotz Reklamationen meiner Navi Tante. Es gibt jede Menge schwimmender Gehege unweit von Ufer, ich möchte wissen was da gezüchtet wird aber die Arbeiter sprechen leider nur griechisch, er zeigt mit der Hand ins nächste Dorf, vielleicht kann man da was kaufen aber ich finde keine Fischhandlung oder was ähnliches. Bei der nächsten Aqua-Kultur dann das selbe Spiel, keine Verständigung und jede Menge Kühllastwagen aber keine Info. Also werde ich wohl meinen gefrorenen Fisch braten müssen wenn ich welchen essen will. Bald taucht auch schon die neue Brücke nach Patras auf, die ganze Kolonne vor mir biegt aber auf die Fähre ab, ich frage mich wieso wohl, ich muss jedenfalls über die Brücke, das letzte Mal als ich hier durch kam, war sie noch nicht fertig gebaut. Mit wenig Verkehr gelange ich an die Zahlstelle, blitzartig weiss ich nun auch wieso alles auf die Fähre geht €13.20 soll die einmalige Überfahrt kosten, das hat man eben wenn man das neueste haben will. Gleich nach der Brücke fahre ich aus, ich will in den Hafen um mich für die Überfahrt nach Italien schlau zu machen. Am alten Hafen gibt es die ganzen Büros der Fährgesellschaften aber eben keine Parkplätze weit und breit. Ich fahre also weiter bis zu den Terminals, da gibt es Parkplätze aller Grössen und so stelle ich mein WOMO ab und gehe in den 2. Terminal um mich schlau zu machen. Bei Superfast werde ich fündig, ich möchte ja Camping an Bord machen, schon wegen dem Kühlschrank. Kein Problem, die Fähren Patras - Bari sind am wenigsten belegt also das ist OK für mich. Mit Senioren Rabatt und den 25% für TCS Mitglieder bin ich mit €137.00 dabei, das scheint mir ein fairer Preis, ist schon gebucht. Ich parkiere dann um, damit ich eine bessere Sicht auf die Schiffe habe, will ich doch hier mein Mittagessen einnehmen. Greek Salad steht auf dem Menü, ich kann nicht genug kriegen von den Tomaten, die noch wie Tomaten schmecken, der Feta Käse ist zwar eher die Touristen Version aber im Supermarkt kriegt man eben nicht die Einheimischen Variante. Ich bin noch dabei mein Essen zu geniessen, da kommt ein Schwarzer zum WOMO neben mir um zu Betteln, die Leute schicken ihn weg, zu mir kommt er gar nicht. Dann spaziert er Richtung Stacheldraht-Zaun, der den Fähren-Bereich vom öffentlichen Bereich trennt, ein Sprung und er ist auf der Mauer, wie eine Katze klettert er den Maschendraht hoch, der oben noch mit Stacheldraht gesichert ist und schon ist er auf der anderen Seite, wie er es geschafft hat unverletzt über dieses Hindernis mit den Rasierklingen-Artigen Verhauen zu kommen ist mir ein Rätsel. Sofort macht er sich im Laufschritt auf in Richtung LKW Anhänger und schon ist er unsichtbar. Ich denke mir noch, die Griechen werden trotz Polizei-Aufgebot mit Motorrädern überall froh sein wenn sie diese Art Touristen los sind und wohl daher eher mal ein Auge zudrücken. Doch die Geschichte geht weiter, als ich schon meinen Kaffee schlürfe geht es plötzlich hektisch zu bei den LKW's drüben, der Schwarze rennt für sein Leben, die Motorrad-Polizei hinter ihm her, sie reissen ihn äusserst brutal zu Boden und legen ihm Handschellen an. Dann wird er vom Gelände begleitet, er darf neben dem Motorrad her rennen. In der Zwischenzeit ist schon ein weiterer Kandidat in Sicht ebenfalls schleicht er dem Zaun nach und ist plötzlich ausser Sicht. Da ich ja heute noch ein wenig weiter will fahre ich los in Richtung Olympia. Ich wundere mich noch, was die ganzen gepanzerten Limousinen mit Polizei Schutz sollten, die wichtigen Leute sollten doch in damit beschäftigt sein eine Regierung zu bilden und nicht mit solch halsbrecherischen Fahrten den Verkehr unsicher machen. Am Abend beim Fernsehen sehe ich dann in der Tagesschau, dass heute das olympische Feuer angezündet wurde in Olympia und ich war nicht eingeladen. Ich habe mir für heute einen Campingplatz an der Küste bei Glifa ausgesucht, der angeblich sehr schön gelegen sein soll, was dann tatsächlich auch so ist. Ich habe zwar nur beschrankte Sicht aufs Meer wegen der vielen Bäume aber damit kann ich Leben, ich hatte ja gestern die freie Sicht aufs Meer für mich ganz alleine. Campingplatz Aginara Beach: N 37°50'11.7" E 21°07'46" Gefahrene Km 238