© 2017 Alfred Pfister
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Reiseberichte
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Freitag 30.12.2016 Costa de Lavos - Peniche Heute geht es weiter in südlicher Richtung, ich will ja Silvester an einem Leuchtturm stehen, da bietet sich doch Peniche an. Doch erst noch ein paar Dinge Einkaufen, ich will ja Spanferkel auf portugiesische Art geniessen. Doch bei den beiden Lidl gibt es das erst nach Neujahr, Alternativen sind gefragt. Ich werde auch fündig, ein schönes Stück argentinische Rippe tut es doch auch, vor allem wenn man dazu eine Cognac-Morchel-Sauce macht. SP: Leuchtturm, N 039°24‘28.5“  W 009°24‘28.5“, Km 142, schön
Freitag 31.12.2016 Peniche Ruhetag Ich faulenze heute, sehe dem bunten Treiben der Leute zu, jeder und sein Hund sind heute hier, kurz vor dem Sonnenuntergang sieht es hier aus wie auf dem Bahnhof zur Rushhour. Ich geniesse mein Entrecote und den Champagner. Sonne weg, Leute weg, es wird sehr ruhig, auch das teure Restaurant auf der Klippe hat heute zu. Ich bin gegen Mitternacht ganz alleine da. Ich habe eine ganze Flasche Champagner für mich alleine, so kann ich also ohne weiteres auf das Jahr anstossen, einmal nach schweizer Zeit und auch einmal nach Lokalzeit, toll.
Sonntag 18. 12. 2016 Neuchâtel – Volesvres Hurra ich bin wieder unterwegs in Richtung Atlantikküste. Ich habe die Nase voll vom Leben im Nebel. Also fahre ich in den Jura, da besteht die grösste Chance Sonne zu finden. Und tatsächlich am Fusse der Creux-du-vent strahlend blauer Himmel und es wird richtig warm hinter der Windschutzscheibe, zur Mittagszeit sind es gar 24° im WOMO, doch erst der Reihe nach, in Pontarlier haben die grossen Geschäfte alle offen, auf dem Parkplatz wimmelt es von Schweizer Kennzeichen. Da darf ich natürlich auch nicht fehlen, aber erst noch Diesel auffüllen, der ist hier doch billiger als bei uns, doch in den letzten 10 Tagen hat er auch hier um € 0.07 zugelegt, doch € 1.16 geht ja noch. Im Leclerc Laden direkt am Eingang sind die ganzen Festtags-Fressereien aufgestapelt. Es fehlt an nichts, vom Kaviar über Lachs und Entenleber ist alles da. Auch Früchtekörbe gibt es in allen Zusammenstellungen und Preislagen. Doch ich brauche das ja noch nicht unbedingt, also mache ich mich auf zur Fleischtheke. Auch hier gibt es eine Überraschung, es hat Charolaise Rind 40 Tage gealtert für € 39.95 das Kilo, da muss ich zuschlagen eine schöne Côte für heute Abend, so kann ich am Kanal übernachten und brauche nicht mal ins Restaurant. Mein Einkaufskorb ist schnell voll mit Käse, Jogurt, Salat etc. So aufgetankt kann die Reise weitergehen. Aber nach kurzer Zeit fahre ich auf einen Parkplatz, die Sonne geniessen und eine Suppe kochen mit den schönen Markknochen die ich gekauft habe. Doch alles hat ein Ende, ich will ja ans Meer und so fahre ich weiter, wohlwissend dass es bald wieder in den Nebel geht. Tatsächlich kommt er schon früher als ich annahm, auf dem Weg noch Lons-le-Saunier runter waren wir schon wieder in der Suppe und das änderte sich nicht mehr bis an den Kanal, nur die Sicht änderte sich, von 20m bis 100m. Trotzdem fahren immer noch viele Franzosen nur mit den Parklichtern, ein verrücktes Volk. Auf dem Platz am Kanal stehe ich ganz alleine, bis ein Wagen daher kommt beladen mit 4 Kapuzen Heinis, ich bin dabei den Kälteschutz zu montieren. Ich beile mich da draussen stinkt es gegen den Wind nach Hasch. Ein paar Joints später sind sie zum Glück wieder verschwunden. Parkplatz am Kanalufer: N 046°26’56.9“ E 004°09’23.5“, Km 270.
Montag 19. 12. 2016 Volesvres – Mimizan Plage Heute geht es eine lange Strecke zu machen, ich will ja so schnell wie möglich ans Meer. Die Strecke ist gut zu fahren, immer wieder gibt es Überhol Möglichkeiten, das ist bei den vielen LKW‘s auch nötig. Leider regnet es auch immer wieder, aber das Meer kommt immer näher. P: N 044°12’34.6“ E 001°17’36.2“, Km 626
Dienstag 20. 12. 2016 Mimizan Plage - Zumaia Heute geht es über die spanische Grenze, ich bin zu einer recht günstigen Zeit unterwegs, daher bleibe ich auf der RN, geht problemlos. Es ist allerdings stürmisch der Küste entlang, fast keine Sicht. Am gewohnten SP ist das Wasser abgestellt und die Entsorgungleider daher nicht möglich, alles geschlossen oder auch abgebaut, man fragt sich wieso aber ich habe ja noch genügend Reserve. SP am Fluss: N 043°17’34.9“ W 002°14’49.5“ Km 214, immer wieder Regen
Mittwoch 21. 12. 2016 Zumaia – Cudillero Heute bleibe ich auf der Mautfreien Autobahn, ich will ja nach Westen. Das Wetter ist durchzogen. Unterwegs finde ich auch eine grosse Gastankstelle, bei dem Wetter brauche ich doch ordentlich Gas.Ich stelle mich auf den grossen Parkplatz am Hafen. Gegen Abend bevor ich ins schöne Städtchen zum Abendessen gehen will, entsorge ich meinen Müll, da beim Müllcontainer gibt es ein kleines Schild, Übernachten für WOMO’s verboten, Busse € 150.00, also nichts mit Abendessen und ich verschwinde besser, ich habe mich schon gewundert, dass niemand da steht. Ich fahre auf den Parkplatz oben auf der Klippe, schöne Aussicht, aber eben leider nicht im Hafen bei den Fischern. P : N 043°33’58.3“ W 006°09’01.6“, Km 405, das Wetter bessert sich zum Glück, die Solarpanels bringen wenig, aber bei den grossen Km Leistungen ist das ja OK.
Donnerstag 22. 12. 2016 Cudillero – Lindosa Portugal Ich will diesmal nicht bis ans Kap fahren und suche deshalb eine Abkürzung quer über Land und Gebirge. Ich werde auch fündig, sehr schöne Strecke und kaum Verkehr, sogar entsorgen und Wasser gibt es in den Hügeln, zwar nicht leicht zu finden, aber OK. Ich sehe mir auch zwei SP’s aus dem Buch und Camperkontakt an, aber beide sind abscheulich, ich fahre weiter bis zu den Stauseen. Hier werde ich auch fündig, die Auffahrt erkunde ich allerdings zuerst zu Fuss, scheint OK, vor der Burgruine ist ein Parkplatz, gross genug auch für mein WOMO, sonst kommen nur mal PKW’s vorbei um die Ruine zu besichtigen. Sehr ruhig, trotzdem wache ich mitten in der Nacht auf ein komisches Geräusch direkt vor meinem Schlafzimmer Fenster, ich gehe raus, da sind doch zwei Longhorns friedlich am Weiden. SP bei der Burg: N 041°52’03.6“ W 008°11’56.7“, Km 365, Neblig
Freitag 23. 12. 2016 Lindosa - Esposende Ich folge dem Stausee und später dem Fluss, heute soll es ja wieder ans Meer gehen und sogar zu einem Leuchtturm. In den Berichten steht zwar, dass das Nebelhorn recht störend sein kann, doch es ist ja schönstes Wetter, da braucht es doch kein Nebelhorn, denkste, im Laufe des Nachmittags geht das schon los, wirklich laut das Ding, doch Nachts ist Ruhe.  SP: Am Leuchtturm, N 041°32’32.3“ W 008°47’26.5“, Km 90, schön
Samstag 24. 12. 2016  Esposende – Vila do Conde Heute ist ja Weihnacht, also ich brauche einen Platz mit Blick auf’s Meer. Doch erst noch den Weihnachtsbraten besorgen und Proviant für ein paar Tage. Gesagt getan, ich tuckere weiter möglichst an der Küste entlang, bei einem Schild Port biege ich ab, das muss man sich doch ansehen, auf einem Parkplatz an der Mole stehen schon 3 WOMO’s, da ist auch noch Platz für mich. Ich stelle mich neben ein englisches Ehepaar, sehr nette Leute. Von Deutschen Wohnmobilisten dahinter erfahre ich wo man günstig essen und auch Entsorgen kann, alles da, ich bleibe 2 Tage. Als einer wegfährt kann ich mich auch an den Rand der Mole stellen, da gibt es Gras, somit habe ich nicht den ganzen Sand im Auto. Ich werde auch durch einen wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. P: N 041°22’05.9“ W 008°45’42.0“, Km 23, schön und warm.
Sonntag 25. 12. 2016  Vila do Conde Ruhetag Ich will mal den Feiertag geniessen, mache eine Wanderung durch den Hafen und ins Städtchen, gönne mir auf einer Terrasse ein kühles Bier, so schön kann Weihnachten sein. Es sind viele Besucher gekommen um auf der Mole zu spazieren, doch die unvorsichtigen werden unweigerlich bestraft, die heran brausenden Wellen sind unberechenbar. Auch heute wieder ein toller Sonnenuntergang
Montag 26. 12. 2016  Vila do Conde - Porto Heute soll es weiter gehen, Porto ist ja nicht weit. Als Erster will der Deutsche aufbrechen, doch sein Auto antwortet nur mit einemRöcheln, er hatte scheinbar sein Handy und Tablet an der Starterbatterie geladen und nun hatte sie nur noch 6V beim betätigen des Anlassers, da sie schon recht alt ist, wird er wohl in eine Neue investieren müssen. Mit meinem Starterkabel und dem WOMO des Engländers schafften wir es ihn wieder flott zu kriegen.Nun hiess es auch für mich zurück auf die Strasse, bei einem Intermarche unterwegs noch Einkaufen, dieser hatte sogar Stellplätze und Entsorgung für WOMO’s, toller Service. Die Zufahrt zum heute vorgesehen Parkplatz war mal wieder nicht so einfach, meine Navi-Tante war wieder einmal überfordert, doch dann ging es eine sehr schmale Strasse runter an den Douro mit einem grossen Parkplatz, es standen schon einige WOMO’s da. Ich drückte mich in eine Ecke, ich musste unbedingt meine Aufbau Batterie laden und umsonst habe ich ja den Generator auch nicht mitgeschleppt. Doch die Ecke war überwachsen und so konnte ich das Teil ins Gebüsch stellen wo man es nicht hören konnte. Leider hat aber diese Ecke fast keine Sonne, ich musste also nach dem Laden wieder weiter nach vorne fahren um doch noch ein wenig von der Abendsonne zu profitieren. SP am Douro: 041°08’35.9“ W 008°37’58.0“, Km 37, schön
Dienstag 27. 12. 2016  Porto Ruhetag Heute   will   ich   mir   die   Porto-Kellereien   ansehen,   ich   bin   ja   schon   auf   der   richtigen   Seite   des   Douro.   Kurz   nach   dem   Parkplatz   geht   es   los,   überall   Wegweiser   zu   den   Kellern.   Ich   wandere erst   mal   noch   ein   Stück,   bis   ich   mich   entscheide,   Museum,   Kellerei   und   2   Glas   Porto   probieren   für   €   6.00,   klingt   gut.   Das   Museum   entpuppt   sich   als   ehemaliges   Bürogebäude   des Besitzers,   bestückt   mit   alten   Bildern,   Möbel   und   vor   allem   Schreibmaschinen,   leider   darf   man   da   nicht   fotografieren.   Danach   geht   es   runter   in   die   heiligen   Hallen,   Fässer   soweit   das Auge blickt. Diese Fässer kommen ja per Schiff fast von der Spanischen Grenze wo dieser Wein wächst und hier wird er eigentlich nur gelagert. Im   Verkaufsraum   dann   die   Verköstigung,   schmeckt   recht   gut,   sogar   einen   über   80   jährigen   Porto   könnte   man   hier   erwerben,   wenn   man   gerade   mal   €   3500.00   übrig   hätte.   Ich   wandere weiter dem Douro entlang und wollte da eigentlich was Essen, doch alle Bistros sind zum brechen voll. Ich überquere den Fluss auf der stählernen Brücke die von einem Schüler von Eiffel gebaut wurde und komme so auf die Seite von Porto. Auch hier sehr viel Volk, doch auf einer Terrasse werde ich fündig und kann meinen Hunger und Durst stillen. So zufrieden wandere ich zurück zu WOMO. Inzwischen sind noch ein paar dazu gekommen, aber es gibt ja genügend Platz.
Überwintern Portugal 2016 / 2017
MITTWOCH, 28. DEZEMBER 2016 UM 12:00  Porto - Costa de Lavos Es zieht mich weiter, ich brauche wieder freien Blick auf’s Meer. Ich finde eine Gastankstelle auf meiner Route, da es nach wie vor recht kühl ist, brauche ich doch noch recht viel Gas. Auch Einkaufen steht noch auf dem Plan, wenn ich ein paar Tage in Costa-de-Lavos bleiben will. Der Tante Emma Laden im Dorf hat zwar eine Riesen Auswahl auf engstem Raum, aber Frischfleisch oder Fisch fehlen eben. SP an der Beach: N 040°05'16.9" W 008°52'31.5", Km 173, schön, 20°
Donnerstag 29.12.2016 Costa de Lavos Ruhetag Heute gehe ich es ruhig an, schlafe lange und mache eine ausgedehnte Srandwanderung. Das gibt Hunger, und so leiste ich mir im einzigen Restaurant im Dorf ein Mittagessen. Überraschung, oben ist alles voll, im unteren Teil hat es ein paar Tische, da sitzen auch schon ein Ehepaar aus dem Nachbar WOMO. Es gibt eine sehr gute Fischsuppe, Hähnchen Piri- Piri, Dessert und Wein, alles für € 10.00. Empfehlenswert.
www.fredpfister.ch
Portugal Teil 2