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Arbroath - Cullen Nach dem üblicherweise üppigen Frühstück, (diesmal ohne Haggis und Blackpudding) habe ich fertig gepackt, alles ins Auto verladen und bin losgezogen um mir die verfallene Abtei zu besuchen, alles schön aber die Öffnungszeiten sind Blödsinn, ich hätte noch 3/4 Stunden warten müssen bis sie öffnen, also habe ich das ganze von Aussen fotografiert und bin weitergezogen. Auf dem Weg habe ich noch von den berühmten Smokies eingekauft, direkt in der Räucherei, nachdem er mir versicherte dass die unter Vakuum verpackten gut 2 Wochen halten würden. Nun aber erst der zweite Museums Besuch hier in Arbroath hat es ein Signal-Museum (Seezeichen & Flaggen), das wollte ich mir nicht entgehen lassen, aber oh Schreck, hier sind die Öffnungszeiten noch später und ich wollte ja heute noch irgendwie weiterkommen, also auch nichts. Unverrichteter Dinge fahre ich schlecht gelaunt von dannen. Die Stimmung ändert sich schnell, die Strasse geht dem Meer entlang mit bestem Sonnenschein, was will man mehr. In Montrose mache ich den ersten Halt, hier im Wattenmeer sollen sich eine Vielfalt von Vögeln aller Art aufhalten, also steige ich den steilen Weg zum Visitor-Center hinunter, man ahnt es schon es war zu, aber der Beobachtungs-Unterstand sei offen, also noch mal durch Gestrüpp ans Ufer runter. Einen mickerigen Fischreiher sehe ich in einiger Distanz aber sonst nichts. Eine Frau die mit dem Fernglas die Gegend absucht, meint auch es sei heute nicht viel los. Also weiter Richtung Norden, an Stonehaven vorbei nach Aberdeen. Ich fahre wieder einmal mitten durch die Stadt, so sehe ich wenigstens was, Parkplatz finde ich nämlich keinen, aber mit den vielen roten Ampeln kann ich sogar aus dem Auto Fotos machen. Als ich endlich Parkplätze finde bin ich schon zuweit vom Zentrum weg und fahre eben weiter. Endlos lange Strände sind von weitem zu sehen und ich folge immer den Schildern mit "costal-trail" auch wenn meine Navi-Tante reklamiert. Nach Newburgh kommt nochmal so ein Naturreservat und hier tummeln sich schon mehr Viecher aber sie sind weit weg für gute Fotos. Bis Peterhead geht's über Nebenstrassen, dann kommt die normale Durchgangstrasse bis zur Abzweigung nach St. Combs, hier will ich wieder ans Meer und da irgendwo Mittagessen. St. Combs ist ein winzig kleines Dörfchen am Meer, hat aber ein grosses 4 * Hotel mit Meerblick. Da es sonst weit und breit nichts anderes gibt steche ich hinein. Ich fühle mich um Jahrzehnte zurückversetzt, erst wird in der Lobby platz genommen, dann kriegt man die Speisekarte und kann was zu Trinken bestellen. Hat man was passendes gefunden und bestellt, kommt nach einiger Zeit der Kellner und bittet einem zu Tisch. Auch die Serviette wird ausgebreitet und in den Schoss gelegt wie zu Kaisers Zeiten. Ich habe mir eine schottische Spezialität als Vorspeise bestellt Cullen skink, eine Suppe mit Kartoffeln, geräuchertem Schellfisch und Milch, gut wenn ich für meine Verhältnisse zu viele Kartoffeln. Als Hauptspeise wie kann es anders sein, Fisch im Körbchen, bestehend aus Schellfisch, Kabliau und Lachs mit Chips, war wirklich ausgezeichnet, auch der Preis war Ok mit einer grossen Limonade £11.00. So gestärkt ging's nach Fraserburgh, am obersten Zipfel dieser Gegend. Hier sah ich seit Langem wieder einmal eine Fischerei-Flotte, die einem Nachdenklich stimmt. Dutzende von Schiffen alle so gross wie kleine Kreuzfahrtschiffe mit riesigen Netztrommeln hinten, wenn so ein Ding anfängt zu fischen, bleibt nich mehr viel übrig. Hier in Fraserburgh gibt es ein Leuchtturm Museum, das muss ich mir ansehen, leider bin ich von solchen Museen in den USA beeinflusst, dagegen erscheint einem dieses hier eher beschränkt, aber man hat's gesehen und kann weiterfahren. Ab jetzt heisst die Strasse "coastal-Trail west" und dem folge ich. Etliche Stellen sind da doch sehr eng aber es gibt sehr wenig Verkehr, einzig an der engsten Stelle kommt mir ein WOMO entgegen. Ab Banff fange ich mit der Zimmersuche an, besichtige auch 2 davon aber beide gefallen mir nicht, und so ziehe ich weiter. Bei Portsoy fahre ich an den Hafen runter jede Menge Häuser an der Wasserfront aber kein B&B also weiter. In Cullen (was war das mit der Suppe von Heute Mittag, ja die wurde scheinbar hier erfunden) suche ich weiter, und werde fündig, ich habe wieder ein Zimmer mit Meerblick, wenn auch aus erhöhter Sicht, also nicht direkt am Wasser aber so geht's ja auch.

Rundreise durch Schottland

24. Juni - 3. Juli 2012

Neuchâtel - Edinburgh

Heute geht's wieder los, diesmal in den Norden. Um 5:00 fahre ich mit dem Wagen nach Lausanne, ich werde den Wagen in der Garage des Büros lassen.

Zu Fuss geht's zum Bahnhof, um 6:17 habe ich einen Zug zum Flughafen Genf. Ich komme schon ins schwitzen, es geht bergauf und ich bin zu warm

angezogen, in Schottland wird es nicht mehr so warm sein. Pünktlich fährt er los und ist auch pünktlich in Genf. E-Ticket am Automaten rauslassen und

einchecken geht ohne Verzögerung, um die Zeit ist noch nicht viel los. Erst bei der Sicherheits-Kontrolle hat's eine kleine Schlange aber es geht zügig voran.

Ich kriege sowieso Sonderbehandlung, meine Titan-Hüfte piepst ganz laut. Aber auch das geht zügig voran. Nun im Abflugbereich kann ich endlich mein

Frühstück nachholen bevor es zum Gate geht. Pünktlich geht's los Richtung Frankfurt wir starten gegen Westen und nach einer Schleife sind wir wieder über

dem Flughafen. Nun taucht auch schon der "jet d'eau" auf, bei dem schönen Wetter toll. Es geht dem französischen Ufer entlang bis zum Ende des Genfer

Sees, wo er links Abbiegt über's Freiburgerland. Als nächster markannter Punkt erscheint der Flughafen Zürich gleich gefolgt vom Bodensee. Auch der

Rheinfall ist deutlich erkennbar. Als endlich der Getränke Trolley bei meiner Sitzreihe ankommt sind wir schon in Stuttgart. Auch die Skyline von Frankfurt ist

bei gutem Wetter immer wieder spektakulär. Pünktlich kommen wir an, und so geht die lange Wanderung vom Ankunfts-Ort Terminal A 36 nach Terminal B

27 über endlose Laufbänder und Gänge. Als ich endlich im B ankomme, steht da auf der Tafel, dass mein Flug nun von B 60 gehe, also gut bin ich nicht

gleich da hin getigert. Die meisten Passagiere sitzen schon im Warteraum, da kommt die Durchsage wir müssten alle wider raus, es sei eine Sicherheits-

Kontrolle angeordnet worden, wie in einer Bananen-Republik. Dann geht's aber doch los, leider ist das Wetter nicht mehr so gut, keine Sicht nach unten. Ich

tue es meinem Sitznachbarn gleich und mache ein frühes Mittagschläfchen. Das Essen war sowieso lachhaft, eine Plastikschale mit einem Suppenlöffel

Kartoffelsalat, eine Essiggurke und ein 4 cm langes Poulet Würstchen. Erst kurz vor Edinburgh reisst der Himmel ein paar mal auf und man sieht den Hafen

von Edinburgh und die Umgebung. Wir landen mit etwas Verspätung. Bei der Passkontrolle gibt es 2 Schalter, einmal für EU und Schweiz und dann für die

Anderen, dieser Schalter hat eine lange Schlange, wir spazieren praktisch durch. Für den Mietwagen ist erst mal wandern angesagt, ich glaube das muss

der längste Weg zu einem Mietwagen Terminal sein, den ich je gesehen habe, doch dann die Erlösung, der Schriftzug AVIS taucht am Horizont auf. Ich

kriege nicht den bestellten Peugeot, sondern einen VW Polo, die Sitzposition ist nicht so gut, aber wir werden sehen, erst aber muss ich anhand der

Mängelliste prüfen ob all die Kratzer und Beulen eingetragen sind, als ich frage ob sie denn nicht einen Wagen ohne diese Zutaten hätten meinte die

unfreundliche Dame, die haben alle Beulen und Kratzer. Erst mal das Navi aus dem Koffer und installieren und Adresse des B&B eingeben und los geht's

auf der falschen Strassenseite. Kaum aus dem Parkhaus raus schon Stau und meine Tante meint "keine Umfahrungs Möglichkeit. Irgendwie findet beim

Flughafen eine Veranstaltung statt, daher der viele Verkehr. Ich wähle extra die Strecke durch die Stadt, eine gute Möglichkeit mich an den Linksverkehr zu

gewöhnen. Zielsicher werde ich gesteuert, bis eine grosse Umleitung wegen einer grossen Baustelle kommt, die Tante will mich unbedingt in die Baustelle

reinschicken. Doch wir kommen aus dem Schlamassel raus und da sich die Tante auch in Schottland auskennt, finden wir bald die richtige Adresse.

Als ich an die Tür komme, sehe ich schon das Schild "keine Zimmer frei" zum Glück habe ich reserviert. Die Frau die öffnet bestätigt mir das, auf meine

Frage ob sie denn die Rückmeldung, dass ich das Zimmer-Angebot annehme  nicht bekommen hätte verneint sie. Aber nicht so schlimm, eines sei frei

geworden, es sei nur noch nicht gereinigt, ich soll doch schon mal in den Pub nebenan gehen um ein Bier zu trinken, bis das Zimmer gemacht sei. Gute

Idee, es spielen 2 Musikanten mit Gitarre, Banjo und Mundharmonika. Ihr Repertoire besteht aus Liedern von Paul Simon und Bob Dylan, sie spielen nicht

einmal so schlecht. Der Pub ist recht voll und die Stimmung ist gut. Nach einer Stunde will ich doch sehen ob mein Zimmer nun bereit sei, alles bestens. Ich

habe eine schöne Aussicht auf die Promenade, den Strand und das Meer. Die Wellen rauschen, jetzt nur nicht auf's Bett legen, sonst bist du gleich weg,

immerhin bin ich ja seit 4:00 auf den Beinen, zudem ist es hier ja eine Stunde früher.

Ich will ja traditionsgemäss bei einer Ankunft im UK den Fish & Chips essen gehen, also mache ich mich auf die Socken. Normalerweise gibt es in jeder

Stadt an der Hauptstrasse einen Fish & Chips Shop, das wird auch hier in Portobello (so heisst dieser Vorort von Edinburgh tatsächlich) nicht anders sein.

Nach 10 Minuten werde ich fündig, ich bin zwar der einzige Gast, aber das stört mich wenig, am Sonntag gibt's sogar ein Festmenü mit Knoblauch-Pilzen als

Vorspeise. Der Fisch schmeckt sehr gut, die Chips sind wie üblich recht fettig und die Erbsen-Dekoration so grün wie immer. Auf dem Heimweg schaue ich

nochmal im Pub vorbei, keine Musik und grosse Leere. In dem Falle kann ich gerade so gut meinen Duty Free Whisky im Hotelzimmer geniessen, wenn ich

doch ganz alleine da sitzen muss, und so wird erst noch mein Tagesbericht geschrieben.

Edinburgh - Arbroath

Schönstes Wetter heute Morgen, aber nun geht es erst mal zum Frühstück. Als ich da um 8:00 wie angesagt erschien, waren alle anderen Gäste schon am

Tisch und assen friedlich vor sich hin. Ich dachte wenn schon denn schon und bestellte das full breakfeast, und so war es dann auch, Spiegeleier, Speck,

Pilze, Tomaten, Bratwürstchen, Blackpudding und Haggis, was soll man da sagen. Vorab die traditionellen Grapefruit-Segments im eigenen Saft, Toast und

Tea. Wenn man das alles verdrückt hat, kann man sich das Mittagessen sparen.

Schnell bin ich reisefertig, es geht erst wieder zurück durch die Stadt und darauf über die Firth of Forth Brücke. Die beiden Brücken nebeneinander sind

schon sehenswert und wenn man die Geschichte kennt, was da vor 100 Jahren mit dem Zug passiert ist als die Brücke einstürzte wird man doch

Nachdenklich. Nachdem ich die Brücken von allen Seiten fotografiert habe, geht es alles der Küste entlang. Über Kinghorn, Kirkcaldy, Leven, Elie, Anstruther

nach Crail. Diese Strasse ist auf der Karte grün markiert und es ist wirklich schön. Nach Crail geht die Strasse nicht mehr dem Meer entlang erst in Saint

Andrews sieht man wieder die Küste. Dieser Ort wimmelt nur so von Touris, alle wollen sie die Ruinen des alten Klosters sehen, diese Anlage ist auch riesig

und man wandert einfach so zwischen den Gräbern durch. Meine Suche nach einem B&B bleibt erfolglos, überall das gleiche Schild "no vaccancies" also

muss ich eben weiter. Die Strasse führt über den Firth of Tay, da sind sie am Brücke renovieren. In Dundee herrscht Rushhour, ich mache mich schnell aus

dem Staub, meine Navi-Tante protestiert zwar aber ich weiterhin der Küste folgen und gelange über Monifieth Carnoutsie nach Arbroath, wo ich mich im

Hafen auf die Suche nach einer Unterkunft mache und auch fündig werde, im Harbour Light Guesthaus ist noch ein Zimmer frei, allerdings recht teuer und

ohne Aussicht, aber beim Schlafen hat man sowieso die Augen zu und braucht keine Aussicht.

Zum Abendessen suche ich mir zur Abwechslung ein Fischrestaurant, ich muss ja unbedingt die lokale aber scheinbar weltberühmte Spezialität den "Arbroath

Smokie" probieren. Dabei handelt es sich um heissgeräucherten Schellfisch der wirklich ausgezeichnet schmeckt. Als Vorspeise als Ramequin mit weisser

Sauce und Schottischem Cheddar überbacken einfach wunderbar. Natürlich gibt's auch als Hauptgang Fisch, man ist ja nicht täglich so nahe am Meer. Auf

dem Heimweg komme ich an einem andern Fischrestaurant vorbei, die hatten sogar Hummer zu vernünftigen Preisen auf der Karte, aber man kann nicht

alles haben.

Cullen - Helmsdale Heute machte ich meine Aktivitäten nach dem Wetter, mit fotografieren war bei dem Nieseln  und Regen nichts zu wollen, also Whisky-Trail. Ich fuhr von Cullen südlich nach Keith, hier habe ich erst mal günstig getankt und ein paar Dinge eingekauft, bevor ich zur Distilerie vom Shivas Regal fuhr. Da standen ein paar Männer in Blazern mit Firmenemblem herum und auch ein Fotograf mit Treppchen, ich dachte was für ein königlicher Empfang, aber schon falsch, einer der ofiziellen erklärte mir sie könnten im Moment keine Führungen für Private durchführen, das sie auf eine Gruppe mit 150 Koreaner warten. Kaum gesagt, schon rauschten 3 Busse an und entleerten ihre Fracht vor den Toren der Distille, Horror!! Der gute Mann meinte noch in etwa 2 Stunden wäre der Spuk vorüber, aber so lange wollte ich nicht warten, klemmte mich hinters Steuer und fuhr 15 Km weiter, zur nächsten, die sind ja dutzendweise in der selben Ecke angesiedelt. Nächstes Ziel Glenfiddich (überigens neben Macallan und Jamesons meine Lieblingsmarke). Kaum angekommen wurde ich auch schon in eine Gruppe eingeteilt und es ging ins Kino wo ein Film über die Ursprünge der Grant Familie gezeigt wurde. Die ersten Gebäude wurden von Hand in 371 Tagen errichtet, vom Chef und 6 Arbeitern. vor über 150 Jahren. Dann ging die Tour weiter durch die Distillerie, Filterung, 2. Distillerie und schliesslich zur Lagerung, Glenfiddich macht auch die Eichenfässer noch alle selbst in einer Küferei auf dem Gelände, auch die Flaschen werden im Gegensatz zu andern Herstellern direkt vor Ort abgefüllt. Im Fasslager durfte jeder mal an einem Fass von 1972, 1976 und 1978 riechen. Der Höhepunkt aber war die Verköstigung in der Bar, es gab einen Schluck (Dram wie die Schotten das nennen) von einem 12, 15 und 18 jährigen Whisky, natürlich war der letzte der Beste. Da es inzwischen 13:00 Uhr geworden war und ich nicht unbedingt mit 3 Whiskys im leeren Magen längere Strecken fahren wollte, machte ich mich im Städtchen auf Restaurant Suche, leider hatte der Chinese zu, zwei andere waren Menschenleer aber in einem mit viel Reklame und dem Titel das bekannteste und ausgezeichnet Restaurant in der Stadt war gut besucht, also nix wie rein. Die Speisekarte war nicht besonders üppig, wenn man mal von den 150 Whisky-Sorten absieht. Ich bestellte mir die Tagessuppe und einen Angus-Beef Hamburger, da sollten sie eigentlich nicht viel falschmachen können, denkste, das Fleisch war trocken und winzig, das Brot noch pappiger als sonst und das Gemüse aus dem Wasser ohne Salz, ein Graus. Ich wollte ja weiter Richtung Norden, es regnete immer wieder und als ich Inverness erreichte war an Stadtbesichtigung nicht zu denken, es goss in Strömen. Also weiter Richtung Norden. In Golspie versuche ich ein Zimmer zu finden und fahre ans Meer runter, das erste B&B ist voll, das Hotel gleich danach will £85.- für ein Einzelzimmer, also weiterfahren bis Helmsdale wo ich wieder in den Hafen runter fahre, gleich nach der Brücke werde ich fündig und es ist günstig und mein Zimmer hat Blick auf den Hafen was will man mehr. Schon beim Abbiegen in Richtung Hafen habe ich ein Restaurant ausgemacht das einigermassen gut aussah daher mache ich mich auf den Weg dahin. Aussen steht eine Tafel mit dem Hinweis auf ihr Seafood, das tönt doch schon mal gut. Da ich nun zweimal schlecht gegessen habe als ich Fleisch bestellte bleiben doch lieber beim Fisch. Die Speisekarte ist sehr umfangreich aber ich bin sehr schnell entschlossen, die Seafood-Platte soll es sein. In der Zwischenzeit mache ich Konversation mit einer Schweizer Familie die einen ähnlichen Trip macht wie ich. Doch dann kommt meine Platte und was für eine. Ein ganzer Hummer, mehrere Krebs-Scheren und Beine 12 grosse Scampi mit neuen Kartoffeln und Salat eine Riesenportion. Dazu gibt es eine Knoblauch-Sauce vom Feinsten alles in allem eine Gaumenfreude. Die Schweizer sind schon lange Fertig und meinen beim Herausgehen ich hätte wohl eine 2 Stunden Mahlzeit bestellt. Ein Englisches Ehepaar guckt auf meinen Teller und bestellt das Gleiche aber noch mit Muscheln als Zugabe. Wir unterhalten uns noch eine Weile und auch ein weiteres Ehepaar setzt sich dazu und wir tauschen gute Tips aus. Alles in allem ein gelungener Abend trotz des schlechten Wetters, das ich trotzdem verfluche auf dem Weg in mein B&B.
Helmsdale - Durness Heute haben wir echt schottisches Wetter, kalt, windig, regnerisch. Nach einem reichhaltigen Frühstück fahre ich auf der A9 Richtung Norden. Kaum geht es ein bisschen in die Hügel kommt der grosse Nebel, Sicht unter 30m, trotzdem sind etliche Spezies ohne Licht unterwegs. Der Nebel lichtet sich nur wenn man ganz nahe am Meer ist. In Latheron biege ich auf die A99 ab Richtung Wick, der Nebel bleibt mir treu. In Wick folge ich einem Wegweiser zu Old Wick Castle, nach einer Weile wird die Strasse zum Feldweg, ich frage Passanten ob ich richtig bin, ja immer weiter auf dem Feldweg. Nach einiger Zeit kommt eine Ruine in Sicht, der Feldweg ist zu ende und ein Schild sagtt 800m Fussweg, der Regen ist stärker also gebe ich auf, nur für eine Ruine soweit durch den Regen liegt nicht drin, obwohl die vorgelagerten Felsen sehr interessant aussehen. Wieder auf der A99 geht's weiter bis John o Groats, was sich selbst als Ende der Welt anpreist. Von hier fahre ich erst zum Leuchtturm von Duncansby Head, der Nebel und vor allem der Wind wird richtig unangenehm, trotzdem will ich mir die Felsen "Stacks of Duncansby" ansehen, aber das Wetter zwingt mich auf halbem Weg zurück, es ist trotz Jacke und Regenschutz einfach unerträglich. Auch von den "Puffins", den Papagaien-Taucher ist keine Spur zu sehen. Ich fahre zurück nach John o Groats, was sich beim Fährterminal zu den Orkney-Inseln als richtiges Touristen-Zentrum erweist. Mein Mittagessen besteht wieder einmal aus "Fish & Chips" da kann man nichts Falsch machen. Der Souvenier-Shop ist so vollgestopft mit Kitsch aller Art, es ist eine Freude den Touris zuzuschauen was sie alles für Staubfänger zusammen kaufen. Das Wetter wird nicht besser, trotzdem fahre ich Richtung "Castle of Mey" wo die Queen Mother für viele Jahre gehaust hat. Der Rosengarten ist berühmt, scheinbar kümmert sich Prinz Charles um das Anwesen. Der Regen bleibt, also keine Besichtigung, nur Fotos von aussen und Weiterfahrt zum Nördlichsten Punkt von GB, der Leuchtturm von Donnet Head. Die Strasse ist grössten Teils "Single Lane" nur eine Spur mit Ausweich- Buchten von Zeit zu Zeit. Auch hier nichts als Nebel und Regen, vom Aussichts-Punkt sieht man Nichts und der Leuchtturm ist auch nur schemenhaft zu erkennen Schade eigentlich.   Heute bin ich an meinem nördlichster Punkt N 58°49'06"  W 3°22'15"
Durness - Portee Heute Morgen früh sah es aus als ob das Wetter sich verbessern würde, ein paar blaue Flecken am Himmel. Aber schon beim Frühstück, das heute nicht so üppig war wie auch schon, legte es wieder los, es goss aus allen Kübeln. Ich wartete mit Gepäck ins Auto laden bis es ein wenig aufhörte, aber kaum sass ich am Steuer waren wieder alle Schleusen offen. Schade eigentlich weil das heute war wirklich die schönste Strecke des ganzen Trips. Obwohl ich mich sehr auf die Strasse konzentrieren musste, lange Strecken waren wieder nur Single Lane. Es ging durch Hochmoore mit kleinen Seen und Bächen. Der Torf ist gestochen und liegt zum trocknen auf Stapeln, bereit verfeuert zu werden. Ich folge der A838 bis Laxford Bridge, hier ist ein Mann beim Fleigenfischen, leider fängt er nichts, ich kann also weiterfahren Scourie, die Strasse ist zwar nicht mehr grün eingezeichnet aber ich finde es hier trotzdem schön. Wieder einmal geht es durch die Berge mit der A894 bis Ullapool. Unterwegs muss ich einem Schaf ausweichen, das einfach die Strasse für sich in Anspruch nimmt und trotz hupen keinen Wank macht aufzustehen und zu weichen. Ich komme an Glenns, Burg-Ruinen Verstecke von Schiffen im 2 Weltkrieg, es ist immer etwas los. Ich fahre erst ein Sück über die A835 weiter um dann auf die A832 nach Gairloch zu fahren. Erst Loch Broome, dann Loch little Broom alles sehr schön, leider immer wieder Regen mit schlechter Sicht. Die längste Zeit fahre ich dem Loch Ewe entlang, auch ein Schlupfloch der Marine im 2. Weltkrieg. In Gairloch mache ich Mittagsrast wiedermal ein "Awarwinning Chippy" und tatsächlich die XXL Fish&chipps sind sehenswert, ein Riesenfilet of haddock. Nun scheint auch wieder die Sonne und sogleich sitzen alle Leute draussen. Beim Essen entschliesse ich mich, noch auf die Insel Skye zu fahren und da irgendwo zu übernachten. Ich folge also der A832 bis Achnasheen um von hier aus auf die A890 bis Kirkton zu fahren. Hier geht's weiter auf der A87 zur Brücke nach Skye in Kyle of Lochalsh. Die Strasse folgt der Küste und ab Sligachan fange ich mit der Zimmersuche an. Das scheint heute schwieriger als sonst, alles in der Nähe von Dörfern ist voll, nur die Dinger Meilenweit von jeder Zivilisation heben was frei, das ist nicht sehr praktisch, wenn man zum Essen erst Km weit fahren muss. Als nächster grösserer Ort kommt Portree, hier gibt es B&B massenweise aber die mit Aussicht oder in Hafen Nähe sind alle voll. Ein Hotel mit Blick über die Bucht hätte noch was aber mit £ 150.- die Nacht leider kein Schnäppchen, ich suche weiter, schlussendlich werde ich fündig am Hauptplatz oberhalb des Hafens ein recht abgetakeltes Hotel, das seine Glanzzeit wohl vor 50 Jahren hatte, aber man ist ja bei so vielen gescheiterten Versuchen nicht mehr wählerisch und für £25.- kriege ich den Schlüssel. Auch das Zimmer hat bessere Zeiten gesehen, meine private Dusche und WC befinden sich ausserhalb, aber noch auf dem selben Stock. Ich genehmige mir  erst mal mein Feierabend-Bier, aber als es wieder heftig zu regnen anfängt, bleibe ich auch gleich da zum Essen. Dem gefüllten Krebs fehlt es zwar ein wenig an Gewürzen aber sonst recht gut. Als Hauptspeise bestelle ich mir einen "Beef-Pie", sowas habe ich glaube ich seit 30 Jahren nicht mehr gehabt. Das Rindfleich und die Pastete sind sehr gut, einzig das aus dem Wasser gezogene Gemüse schmeckt natürlich nach nichts, ich kann sowieso keine gras-grünen Erbsen mehr sehen. Es ist viel los im Pub, heute Abend soll es ja noch Live-Musik geben. Mal abwarten, doch der Bursche singt so laut, dass man ihn 2 Häuserblocks weiter noch hört, ich verziehe mich ins Zimmer, da ist das ganze erträglich. Das ganze dauert ewig, und als er um 23:30 Schluss macht, kommt noch Musik aus der Konserve, erst um 1:00 Uhr ist Schluss. Zum Glück brauche ich nicht mehr so viel Schlaf.
Portee - Ochnid Heute Morgen war alles sehr still als ich meine Dusche am anderen Ende des Korridors genoss. Die haben wohl alle gestern dem Treiben in der Bar bis zum bitteren Ende mitgemacht. Das Frühstück war unter dem normalen Standard, der Blackpudding hatte irgendwie Sägemehl beigemischt, und das Stück Sausage war irgendwie zubetoniert. Also schlechter Start in den Tag, zudem fing es gerade wieder zu regnen an als ich los wollte. Aus Zeitgründen konnte ich nicht mehr weiter Nördlich fahren, und da ich nicht denselben Weg zurück wollte blieb nur der Ausweg weiter nach Westen. Ich fuhr erst ein Stück weiter auf der A87 um dann auf der A850 nach Dunvegan zu kommen. In Dunvegan gibt's laut Führer ein Schloss mit sehr schönem Garten, die Schalter waren aber noch geschlossen und der Regen wurde wieder stärker, also weiterfahren. Erst mal wieder über den Berg, um dann mehr oder weniger der Küste zu folgen. Kurz nach Drynoch dann ein Wegweiser, "besuchen sie die einzige Distilerie auf Skye", warum auch nicht ich fahre auf einem kleinen Weg nach Carbost und besichtige die Talisker Distillerie. Hier kostet der Besuch £ 6.00 Eintritt, den Willkommens Drink wird gleich eingeschenkt. Die Führung geht auch gleich los, ist aber lange nicht so gut wie bei Glenfiddich. Zur Zeit findet auch keine Produktion statt, sie haben Wassermangel, obwohl sie Wasser aus 16 Quellen beziehen wie uns der Mann während der Führung erzählt. Die Lagerhallen sind auch nur beschränkt, der Grossteil wird auf dem Festland gelagert und verarbeitet. Beim herausfahren aus dem Parkplatz sehe ich ein Schild "Austern von Skye", da muss ich hin. Eine Lagerhalle auf dem Hügel, hier hat der Austernzüchter seinen Laden, alles sehr einfach. Ob er diese Dinger auch direkt öffne für den Verzehr vor Ort meint er, kein Problem, welche denn. Es gibt kleine, mittlere und grosse. Na wenn schon denn schon, die grossen natürlich, ich bestelle erst mal 8 Stück, die Dinger sind so riesig, dass ich froh bin nicht 12 bestellt zu haben. Nur mit Zitrone schmecken sie ausgezeichnet. So gestärkt kann es weiter gehen, erst mal wieder zurück auf's Festland. Kaum habe ich die Brücke verlassen kommt auch schon die Abzweigung Richtung Loch Ness, ich will mir das nochmals ansehen, obwohl ich das letzte Mal ja schwer enttäuscht war. Aber erst komme ich an Schottlands meist fotografierter Burg vorbei, Eilean Donan Castle, hier herrscht wieder der übliche Touri Rummel. Das Wetter hat sich wirklich gegen mich verschworen, kaum bin ich auf der Brücke zum Schloss, legt der Regen wieder los, es ist zum verrückt werden. Ich fahre weiter, Loch Ness ruft. Ich besichtige die Wasserfälle von Invermoriston, die alte Brücke gibt ein gutes Fotomotiv. Die Wanderung zu weiteren Wasserfällen scheitert diesmal am Wasser von unten, der Weg durch den Wald ist so morastig, dass die Schuhe stecken bleiben. Aber wieder wie letztes mal als ich am Loch Ness war, sehe eigentlich nichts spezielles, ausser in Port Augustus, da ist richtig der Bär los. Soweit das Auge blickt, nur Busse die ihre Ladung los werden, Leute aller Gattungen wuseln durch die Gegend. Die Excursions-Boote werden gefüllt. Nichts wie weiter Richtung Fort Williams. Am Samstag-Abend will ich früh anfangen mit der Zimmersuche, es fehlt nicht an Möglichkeiten, an der Strasse nach Oban reiht sich ein B&B ans andere, sie sind alle nicht am Wasser sondern auf der Landseite der Strasse aber alle sind weit weg von jeder Verpflegungs-Möglichkeit. Ich fahre weiter, Oban ist ja nur 60 Km weg. Doch kurz darauf werde ich fündig, das Onich Hotel ist direkt am Wasser, hat ein Restaurant und sieht von Aussen sehr gut aus, auch der Preis ist nicht überrissen also hier bleibe ich. Die Zimmer mit Aussicht sind zwar noch £ 10.00 teurer aber es ist ja Wochenende. Bevor ich zum Essen gehe muss ich unbedingt den heute erstandenen Whisky probieren, wenn die Flasche nicht angebraucht ist habe ich eventuell Probleme am Zoll. Er schmeckt nicht schlecht obwohl der Glenfiddich doch noch besser ist. Das Restaurant ist OK, die lokalen Muscheln als Vorspeise schmecken ausgezeichnet und auch der Fisch ist gut. Allerdings eine Sache habe ich nicht beachtet, in der Bar gibt es heute Abend Live-Musik und mein Zimmer ist wieder genau über der Bar, na warten wir's ab. Ich werde wohl besser da bleiben, wenn es nicht wieder so laut ist. Leider wie gehabt, die 3 Girl-Band (eine Hochschwanger, eine Kugelrund und die dritte eine Bohnenstange, da muss man schon lachen ohne dass sie einen Ton herausbringen. Aber das tun sie dann und mit dem Drum-Verstärker auf Vollast geht wirklich die Post ab, ihr fehlendes gesangliche Talent machen sie leicht mit der Lautstärke wett, für meine strapazierten Ohren gibt es nur Reissaus zu nehmen. Im Zimmer muss ich den Fernseher ganz schön aufdrehen um was zu hören. Um 24:00 ist dann doch Ruhe.
Ochnid - Callander Heute Morgen beim ersten Blick über's Wasser gleich eine Überraschung, vor meinem Fenster sind die Lachse am Jagen auf Mücken, mehrere springen aus dem Wasser, bis ich meine Kamera bereit habe ist der Spuk vorbei. Das war nur von kurzer Dauer, wie mir später auch ein Holländer bestätigt, er hat das Schauspiel auch gesehen und ist gleich los, statt Frühstück ist er Angeln gegangen, aber eben ohne Erfolg. Das Frühstück war gut, alles hat gestimmt, das Hotel war wohl ganz schön voll nach den vielen Leuten zu urteilen. Ich packe meine Sachen und los, immer Richtung Süden. Erst überlege ich mir noch ob ich nochmals nach Fort Williams zurück soll, um mir die Schleusen des Caledonien Kanals "Neptuns Steps" anzusehen, diese habe ich gestern nicht mehr gemacht weil ich ja relativ spät dran war für die Zimmersuche. Ich finde aber in den ganzen Führern und Prospekten kein einziges Foto davon und so fahre ich eben weiter auf der A828 in Richtung Oban. Bald darnach wieder eine Burgruine die auf einer Insel steht, leider haben wir niedrigwasser, der Morast rundherum ist nicht besonder schön, trotzdem fahre ich die nächste Abzweigung rein um einen besseren Blick zu haben. Single Lane Strasse für 5 Km und am Ende ein Restaurant das recht bekannt sein muss, hunderte von Autos stehen kreuz und Quer. Kein freier Parkplatz für über 1 Km. Wiereinmal mehr heisst es weiterfahren, zurück zur A82 nach Oban. Hier beginnt gerade Rechtzeitig die Tankanzeige zu blinken, da es von hier aus keine grösseren Städte mehr gibt, tanke ich voll. Es ist Mittagszeit und heute ist Sonntag, da gibt es traditionell doch die Carveries, Braten aller Art vom Bufett. Ich sehe auch ein entsprechendes Schild an der Strasse verpasse aber die richtige Strasse, was ich aber erst zu spät merke. Es gibt sicher auf dem Land noch ein Landgasthof, der sowas anbietet, ich fahre weiter. Ich werde bald fündig, heute Sonntags-Braten steht auf dem Schild, nichts wie rein. Die Suppe hat ja sehr gut geschmeckt aber der Braten war ein Hohn, 2 hauchdünne Scheiben von einem zähen Stück Kuh mit Broccoli und neuen Kartoffeln ausdem Wasser, Fehlanzeige mit dem Sonntagsbraten. Verärgert fahre ich weiter. Dem nächsten Schild nach einem Castle fahre ich nach, aber wiedereinmal nur Ruinen und das nach langem Fussmarsch. Auf der Weiterfahrt wieder ein Schild mit Angaben über alte Steine, muss ich sehen. Ein Grabhügel und einige Steinkreise vor über 4000 Jahren errichtet sind immer interessant. Ich komme kaum vorwärts, als nächster Halt ist das Black Castle Barcaldine auf der Strecke, wieso black finde ich nicht heraus, es ist pink gestrichen und für Besucher nicht zugänglich. Ich fahre weiter an den untersten Zipfel, erst die A816, dann die A82 dem Glenn entlang zurück bis zum Loch Lomond. Diese Loch ist eindeutig schöner als Loch Ness, aber eben hier feht Nessie. Nun geht es erst mal wieder in die Berge, das ist sogar ein Skigebiet, entsprechen viele Hotels und Pubs sind am Wegesrand, es herrscht auch reger Verkehr, Sonntagabend müssen alle zurück in die Städte. Ich fahre noch bis Callander, das ist nicht so touristisch, hat aber eine nette Altstadt. Ich fahre erst durch den Ort um die Möglichkeiten von Verpflegung und B&B zu erkunden, sieht gut aus, überall scheint es noch freie Zimmer zu geben. In der Nähe eines gutaussehenden China-Restaurants werde ich fündig, in einem uralten aber schön renovierten Haus komme ich unter. Kein See oder Meer, also brauche ich auch keine Sicht. Das Abendessen im China Restaurant war auch ausgezeichnet, genau das Richtige nach dem Fiasko von Heute Mittag.
Callander - Edinburgh Heute nun muss ich zurück nach Edinburgh, da ich ja Morgen meinen Rückflug in die Schweiz habe, das Zimmer hatte ich ja schon bei der Ankunft reserviert. Da es nur noch 90 Km sind, habe ich keine grosse Eile, erst mal das gute Frühstück geniessen, bevor es wieder einmal ans packen geht. Kaum bin ich zur Abfahrt bereit regnet es auch schon wieder in Strömen, nur schon vom Gästehaus bis zum Wagen werde ich richtig nass. Als erstes mache ich einen Abstecher zum Doune Castle, aber der Regen erlaubt nur ein paar Fotos, die Kamera muss erst wieder getrocknet werden. Also weiter Richtung Südosten. In Bo'ness soll das grösste Eisenbahn Museum Schottlands sein, also hin. Ich bin wieder einmal zu früh, es öffnet erst um 11:30, ich erkundige erst die Gegend, gleich hinter dem Museum hat es ein paar Supermärkte, das trifft sich gut, ich will ja noch Schottische Frühstücks Zutaten einkaufen, zum Mitnehmen. Ich werde fündig und so landen Speck, Saussages, Blackpudding, Haggis und geräucherter Lachs in meinem Korb. Jetzt sollte das Museum eigentlich offen sein, also nichts wie rein und die alten Dampfloks ansehen. Leider ist das Ganze eher enttäuschend, nur 2 wirklich schöne Loks stehen da, der Rest sind Wagen in mehr oder weniger renoviertem Stadium. Die Loks mit denen sie Ausflüge fahren, die also in betriebsbereitem Zusand sind kriegt man nicht gezeigt, also wenig empfehlenswert. Nun setzt auch der Regen wieder stärker ein und so fahre ich in strömendem Regen über Nebenstrassen Richtung Edinburgh. Es ist Mittagszeit und da habe ich doch auf dem Hinweg schon den Kentucky Fried Chicken Laden gesehen, da soll es hingehen, er liegt auf meinem Weg zum Gästehaus. Ich bestelle mir die 3er Packung mit Chips und Corncob, leider sind 2 davon trockene Bruststücke aber es macht doch eine kleine Abwechslung zum sonst täglichen Fish & Chips. Bald habe ich das Yoppa Guesthaus erreicht, es regnet immer noch, die Landlady meint ich hätte ruhig ein bisschen besseres Wetter mitbringen können, wie recht sie doch hat.
Edinburgh - Neuchâtel Es ist wie verhext, heute Morgen erst noch Nebel über der Bucht nun aber das schönste Wetter, ob das wegen dem Besuch der Queen wohl arrangiert wurde. Heute nun heisst es endgültig die Koffer packen, es geht Richtung Heimat. Nach einem wie üblich üppigen Frühstück, am vollen Tisch. Das Guesthouse muss wirklich sehr beliebt sein, schon wie beim letzten mal Fullhouse. Es sind Gäste aus Kiel, aus Carlisle und aus Palermo am Tisch. Alles einladen und mit dem Mietwagen zum Flughafen. Diesmal fahre ich nicht durch die Stadt, die Queen ist ja hier und da weiss man nie was sie alles Absperren. Ich fahre also über die Umfahrung und die Autobahn, dieser Weg ist sowieso schneller. Leider suche ich vergeblich nach einer Tankstelle um noch aufzufüllen, nichts da, ich muss Wohl oder Übel den hohen Preis von Avis zahlen. Keine Probleme bei der Rückgabe. Ich bin im Ganzen 1253 Meilen = 2000 Kilometer gefahren in den 9 Tagen. Auch beim Checkin von Lufthansa keine Probleme obwohl ich mal wieder 6 Kg zuviel Gepäck habe, die Whisky Flaschen und die Einkäufe sind eben schwer. So sitze ich nun in der Abflughalle und warte bis ich zum Gate gehen kann. Ich habe ja Zeit, so gehe ich noch in eines der Flughafen Bistros und versuche noch meine letzten Pfunde (vor allem die Schottischen Noten) loszuwerden. Fish & Chips ist im Angebot, habe ich ja schon lange nicht mehr gehabt. Ich hatte schon besseren aber die Pfunde sind weg und bei dem Mahl das es auf dem Hinflug gab  ist das ein Festessen. Bei der Sicherheits-Kontrolle dann der übliche Stau, nur 2 Schalter sind offen. Der Flug wird auch schon bald aufgerufen und es geht los. Die Stahlbrücke in Edinburgh ist wunderbar zu sehen. Doch sonst  ist der Flug eine Tortour, ein kleiner schreit den ganzen Weg aus voller Brust, er ist schon ganz rot angelaufen aber er gibt einfach keine Ruhe und das bei einem voll besetzten Flugzeug. Die Kost besteht aus einer Bretzel und einem Drink. In Frankfurt kommen wir am Gate A11 an toll denke ich mein Flug geht vom Gate 14. Aber was nun, Treppen werden heran gerollt und ab in die Busse. Wir machen eine  Flughafen Gelände Rundfahrt und landen schlussendlich doch wieder am entferntesten Ende des Terminals. Fussmarsch ist wieder angesagt, aber nicht nur das, wir müssen aus dem Sicherheits-Bereich raus nur um 100 Meter weiter wieder durch die ganze Kontrolle durchmachen. Aber mein Weiterflug geht ja erst in einer Stunde, ich habe also Zeit für einen Drink. Endlich können wir boarden und es geht weiter. Diesmal ohne Sirene aber auch dieser Flug ist voll. Über Genf dann die grosse Schleife über Frankreich, der "Jet d'eau" ist nur von weitem sichtbar. Mein Gepäck kommt zuerst und so schaffe ich leicht den Zug von 19:36 mit Ankunft 20:18 nach Lausanne. Nun erst den Berg runter um in unserem Büro mein Auto abzuholen. Mein Flug Edinburgh - Frankfurt LH963 13:30 - 16:30 Sitz 23A Frankfurt - Genf LH1226 18:10 - 19:15 Sitz 12F Zug Genf - Lausanne 19:36, 19:47 oder 20:01